Finances / Finanzen » de.etc.finanz.banken+broker » Achim H. Pollert: Das Nullsummenspiel
Achim H. Pollert: Das Nullsummenspiel [message #317214] Mi, 16 November 2005 13:59
schoengeist  
Stichwort Kapitalanlage II

Das Nullsummenspiel...

von
Achim H. Pollert (*)

"Spiel" im wirtschaftlichen Sinne ist nicht das vom "Spieltrieb
bestimmte lustbetonte Handeln ohne Ernstbezug" (so die allgemeine
Definition aus dem Lexikon).

Vielmehr behandelt die "Spieltheorie" im wirtschaftlichen Sinne die
mathematischen Zusammenh=E4nge rund um das strategische Verhalten in
Wettbewerbssituationen. Die Spieltheorie in diesem Sinne ist anwendbar
auf wirtschaftliche wie auch auf milit=E4rische Vorg=E4nge.

Das h=F6rt sich zugegebenermassen ausserordentlich trocken an - und
wahrscheinlich ist es das auch.

Etwas n=E4her ins =F6ffentliche Bewusstsein ger=FCckt ist der Begriff der
Spieltheorie, als 1994 der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Reinhard
Selten mit seinen Erkenntnissen den Nobelpreis bekam.

Dies =FCbrigens vorab: Schach und andere Geschicklichkeits-, Gedulds-
und Kombinationsspiele sind im Sinne keine eigentlichen "Spiele".

Doch jetzt zur Sache.

Nullsummenspiel

Eigentlich stammt der Begriff Nullsummenspiel aus der
hochwissenschaftlichen Spieltheorie.

Es handelt sich dabei um eine grunds=E4tzliche Art, wie Menschen (z.B.
wirtschaftlich) miteinander in Beziehung treten k=F6nnen.

Die grundlegende Bedingung des Nullsummenspiels lautet dabei:

"Dein Gewinn ist der Verlust eines anderen."

Was immer Du als Gewinn erzielst, muss jemand anderer vorher verloren
haben.

Unter dem Strich wurde dann kein Wert geschaffen. Es wurden
ausschliesslich Werte oder Geld umverteilt.

Eine normale Wirtschaftst=E4tigkeit ist dabei kein Nullsummenspiel. Bei
den =FCblichen kommerziellen Beziehungen werden in der Regel vielmehr
gegenseitig Bed=FCrfnisse befriedigt. Ein K=E4ufer bekommt eine Ware -
ein H=E4ndler erzielt Umsatz. Ein Arbeitnehmer bekommt Lohn - ein
Arbeitgeber erh=E4lt im Gegenzug Arbeitsleistung.

Sogar g=E4ngige Finanzgesch=E4fte stellen kein eigentliches
Nullsummenspiel dar. Oft sind diese Finanz-Transaktionen so
kompliziert, dass sie nicht ohne weiteres durchschaubar sind. Aber
meist sind auch sie so gestaltet, dass beide Seiten ein bestimmtes
Bed=FCrfnis haben, das durch das Gesch=E4ft befriedigt wird. (Bei vielen
Finanzgesch=E4ften - wenn es n=E4mlich um die Finanzierung von
Investitionen geht - ist das Bed=FCrfnis sogar ganz elementar wichtig
f=FCr Wirtschaft und Gemeinwohl.)

Ein klassisches Nullsummenspiel...

Ein klassisches Nullsummenspiel ist beispielsweise das Kartenspiel am
Stammtisch.

Stellen wir uns vor, dass an einem Tisch vier Leute sitzen.

Jeder hat 25 Euro in der Tasche.

Nun spielen sie zwei Stunden.

Nullsumme. Nach Ablauf von zwei Stunden werden wir feststellen, dass an
diesem Tisch auf keinen Fall mehr als insgesamt 100 Euro vorhanden
sind.

Wohl ist m=F6glich, dass einer der Spieler die 100 Euro alleine besitzt,
w=E4hrend die drei anderen nichts mehr haben. (Vor diesem Hintergrund
versteht man den alten B=F6rsianer-Witz: "Dein Geld ist ja nicht weg.
Das hat jetzt einfach jemand anders.")

Aber insgesamt bleibt der Hunderter vom Anfang ein Hunderter.

Nun gibt es aber noch eine Art "optische T=E4uschung", die es so
aussehen l=E4sst, als h=E4tte in diesen zwei Stunden an dem Spieltisch
ein wirtschaftliches Wachstum stattgefunden. Denn nat=FCrlich k=F6nnte
man nach zwei Stunden auch feststellen, dass jetzt insgesamt 200 Euro
auf dem Tisch liegen.

Diese T=E4uschung entsteht dadurch, dass die einzelnen Spieler sich
abwechseln. Nehmen wir beispielsweise an, dass zwei Spieler nach einer
Stunde alles verloren haben und nach Hause gegangen sind. An ihre
Stelle haben sich zwei neue Spieler gesetzt, von denen jeder 50 Euro
mitbringt.

Durch den Zugang der neuen Spieler steigert sich zwar die Gesamtsumme
des am Tisch vorhandenen Geldes. Und damit w=FCrden viele Beobachter
meinen, an diesem Spieltisch seien tats=E4chlich Werte entstanden, und
es habe ein Wachstum gegeben.

Diese =DCberlegung =E4ndert allerdings nichts daran, dass es sich beim
Ganzen trotzdem um eine Nullsummenveranstaltung handelt. Nach wie vor
ist der Gewinn des einen der Verlust eines Anderen. Und nach wie vor
entstehen an dem Tisch selbst keine Werte.

Die Gesamtsumme kann sich nur dadurch ver=E4ndern, dass Spieler weggehen
oder hinzukommen.

Das ist ein anderes Spiel als etwa ein Produktions- oder
Handelsprozess, wo echte Wertsch=F6pfung und Bed=FCrfnisbefriedigung
stattfinden.

Und jetzt: Die B=F6rse!

So richtig f=FCr wahr haben will es niemand. Schon gar nicht diejenigen,
die mit der einen oder anderen Spekulation ein paar Euro eingenommen
haben.

Aber die B=F6rse - der Handelsplatz f=FCr Aktien - ist ein klassisches
Nullsummenspiel.

Genauso wie der Kartentisch.

Unter dem Strich entsteht an der B=F6rse kein einziger Cent. Was immer
dort von einem "verdient" wird, muss von jemand anderem dort
hingetragen worden sein.

Hier die erste grosse Wichtigkeit:

"Verdient" hat man an der B=F6rse erst in dem Augenblick, in
dem man einen
K=E4ufer f=FCr seine Aktien gefunden hat. Erst wenn man wieder
das Geld auf
dem Konto hat, hat man den "Gewinn" erzielt.

Es ist ein Irrtum, man h=E4tte etwas "gewonnen", wenn man auf
den Bestand an
eigenen Aktien multipliziert mit dem momentanen B=F6rsenkurs
verweisen kann.
Denn diese Form des reinen Buchgewinns kann schon in der
n=E4chsten Minute
durch einen Ausschlag an der B=F6rse (z.B. einen
Totalzusammenbruch) wieder
zunichte gemacht werden.

Erst in diesem Augenblick - in dem ein anderer sein Geld zur B=F6rse hin
getragen hat, das Sie dann einsacken - kommt das Nullsummenspiel f=FCr
den aussteigenden Spieler zum Abschluss.

Vorher nicht.

Ebenso wie f=FCr denjenigen, der heute Geld in dieses System hineingibt
und sich morgen so sehr =FCber gestiegene Kurse freut, grunds=E4tzlich
das Nullsummenspiel nicht abgeschlossen ist sondern unver=E4ndert voll
weiter l=E4uft.

Nat=FCrlich. Wir alle wissen, dass die B=F6rsen der Welt immer mal wieder
regelrechte Feuerwerke verzeichnen. Und ebenso gehen hin und wieder
auch einzelne Titel von bestimmten Firmen ab wie eine Rakete. Wer da
immer sch=F6n auf der richtigen Seite ist, kann in wenigen Monaten sein
Geld verdoppeln.

Und da scheint es dann doch widersinnig zu sein, wenn man bei der
B=F6rse von einem Nullsummenspiel spricht.

Wenn schliesslich der Gesamt-Kursindex um 50 % angestiegen ist, dann
haben doch alle gewonnen! Vom Kleinsparer bis zum Finanzmagnaten!

Oder etwa nicht?

Nun besteht eine Volkswirtschaft nicht nur aus einer B=F6rse (ebenso wie
ein Wirtshaus- oder Dorfleben nicht nur aus dem Kartentisch besteht).
Aber nachdem an der B=F6rse kein eigentlicher Wert entsteht (d.h. mit
dem ein materielles Bed=FCrfnis befriedigt wird), k=F6nnen die Zuw=E4chse
dort nur dadurch entstanden sein, dass Geld von woanders her dort hin
gestr=F6mt ist. Irgendwo anders muss Geld real verdient worden sein,
damit an dieser B=F6rse ein Scheinwachstum stattfinden kann.

An Ort und Stelle ist nur eine Umverteilung m=F6glich. Und da muss
zwangsl=E4ufig der Gewinn des Einen der Verlust das Anderen sein - und
umgekehrt. (Das liegt nicht immer ganz offensichtlich auf der Hand,
weil der Verk=E4ufer dem Kartenspieler entspricht, der jetzt aussteigt
und sein Geld mitnimmt.)

Also wirklich das Paradebeispiel eines Nullsummenspiels.

Und wenn alle das machen...?

Dass durch Wertpapier-Transaktionen an der B=F6rse keine Werte
entstehen, wird auch durch die ganz einfache Tatsache klar, dass das
alles nicht mehr funktioniert, wenn alle zur gleichen Zeit es machen.

Es ist bekannt, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt - Boom oder Krise -
die B=F6rse komplett in sich zusammenkracht, wenn alle nur noch
versuchen w=FCrden zu verkaufen. Jeder B=F6rsen-Crash wurde bisher davon
eingeleitet, dass jemand etwas anbieten wollte - und sich daf=FCr kein
K=E4ufer fand.

In dem Augenblick, in dem einer aussteigen und sein Geld mitnehmen will
und das nicht kann, weil er keinen K=E4ufer findet, ist Schluss.

Dann gibt es schlagartig nur noch Verk=E4ufer - das Angebot =FCberh=E4uft
sich - die Kurse st=FCrzen ins Bodenlose.

Sp=E4testens dann hat derjenige, der gestern ausgestiegen ist, auf
Kosten desjenigen, der gestern eingestiegen ist, den Gewinn gemacht.
Also Nullsumme.

Und hier wird klar, dass - unabh=E4ngig von s=E4mtlichen Indizes, Charts
und Messgr=F6ssen - das Ganze nur funktionieren kann, wenn es gen=FCgend
Leute gibt, die bereit sind, Geld in diesen Handelsplatz B=F6rse zu
stecken. Und zwar tats=E4chlich - nicht nur als Abbild eines Index.
Vorher weiss das niemand.

Bezogen auf die gesamte Volkswirtschaft hat dieses B=F6rsenspiel
ebenfalls noch eine Auswirkung.

Denn einerseits muss das Geld, das in Aktienk=E4ufe wandert - und somit
keinem direkten wirtschaftlichen Zweck dient -, auch in der
Gesamtwirtschaft irgendwo fehlen. W=E4re es etwa m=F6glich, dass ein
Klein-Handwerker auf Grund einer famosen B=F6rsenentwicklung etwa die
Anschaffung eines neuen Lastwagens um ein Jahr hinausz=F6gert, um das
Geld eben in Aktien zu stecken? Nach dem Motto: "Wenn man hier, ohne
etwas zu tun, eben noch einmal 30 % Gewinn mitnehmen kann, dann soll
das neue Auto eben warten..."

Nullsumme: Der Kursgewinn, den die zus=E4tzliche Nachfrage dieses
Klein-Handwerkers an der B=F6rse ausl=F6st, ist der Verlust des
Autoherstellers, der eben diesen einen Lastwagen weniger verkauft.
Unter dem Strich ist hier kein zus=E4tzlicher Wert entstanden.

Andererseits kann wirtschaftlicher Wohlstand einer Gesellschaft als
Ganzes ja immer nur durch echte Wertsch=F6pfung entstehen. Denn selbst
beim gr=F6ssten B=F6rsenfeuerwerk ist es nicht m=F6glich, dass alle
Menschen samt und sonders sich nur mit Nullsummenspielen befassen - und
dass alle dabei noch gewinnen k=F6nnten.

Dar=FCber mag ein momentaner Index-Stand hinwegt=E4uschen. Aber der Index
gibt eben immer nur die in der Vergangenheit bezahlten Kurse an - nicht
diejenigen, die in Zukunft bezahlt werden.

Weder stellen die Aktienkurse volkswirtschaftlich reale Werte dar. Noch
k=F6nnte eine ganze Volkswirtschaft durch Aktienspekulation und blosse
Umschichtung von Geld =FCberhaupt auch nur leben, geschweige denn
gr=F6ssere Werte schaffen.

Das dicke Ende

Es kann also nicht funktionieren, dass keiner mehr arbeitet und alle
nur noch Kursgewinne an der B=F6rse mitnehmen wollen. Deshalb kommt das
dicke Ende eben in dem Augenblick, in dem alle ihren Gewinn mitnehmen
wollen.

In diesem Moment zeigt sich n=E4mlich, dass der Kursstand der Aktien
eben nicht einem realen wirtschaftlichen Wert entspricht. Denn wenn
alle miteinander ihr Geld wieder haben wollen, st=FCrzen diese Kurse -
weil sie eben den Wert gar nicht haben, der ihnen gem=E4ss Kursnotierung
bzw. Index zuzukommen scheint.

Denn sobald alle Menschen diesen vermeintlichen Wert realisieren und in
richtiges Geld umsetzen wollen, h=F6rt dieser Wert n=E4mlich auf zu
existieren. Hat das erst einmal seinen Anfang genommen, dann ist f=FCr
den einzelnen Investor das sprichw=F6rtliche dicke Ende gekommen.

Die Kunst des Ausstiegs

Es gibt gar zu viele Ratschl=E4ge f=FCr das richtige Verhalten an der
B=F6rse. Dieses oder jenes soll man tun. Anderes wieder lassen. Immer
wird gerne auf Erfolge und Beispiele in der Vergangenheit verwiesen.

Was davon zu halten ist, bleibt schlussendlich dem einzelnen Anleger
=FCberlassen. Und sicher f=FChlt sich der Einzelne dadurch mitunter recht
verunsichert.

Bevor man sich aber auf das Nullsummenspiel B=F6rse =FCberhaupt
einl=E4sst, ist zun=E4chst einmal von gr=F6sster Wichtigkeit: Man muss
sich von vorne herein =FCber diese tats=E4chlichen Zusammenh=E4nge im
klaren sein, wenn man sich dazu entschliesst, sein Geld in die
Aktienb=F6rse zu stecken.

Denn nur wer illusionslos an die Sache herangeht und weiss, dass an
diesem Ort kein Geld entsteht sondern eben von anderen Bereichen der
Wirtschaft hingetragen werden muss, kann unter dem Strich hier auf die
Schnelle auch wirklich etwas Geld machen.

Denn nur wer weiss, dass hier der Verlust des Einen der Gewinn des
Anderen ist, hat die Chance rechtzeitig auszusteigen und seine
Buchgewinne zu Geld zu machen, bevor eben die Umschichtung in die
andere Richtung stattfindet.

=DCberspitzt formuliert - und sicher nur die Beleuchtung eines
Teilaspekts - k=F6nnte man den Erfolg an der B=F6rse auch als die "Kunst
des Ausstiegs" bezeichnen. Wer den gemachten Papiergewinn rechtzeitig
wieder in Geld umwandelt, wer also aussteigt, bevor alle anderen es
tun, der wird schlussendlich an der B=F6rse wohl auch auf die Schnelle
sein Geld machen.

Wer dagegen diesen entscheidenden Augenblick verpasst, wer dann
reagiert, wenn alle anderen es auch tun, der findet sich zwangsl=E4ufig
auf der Verliererseite wieder. Denn sind die Kurse ernsthaft im Wanken,
dann heisst das nichts anderes als dass die Mitspieler allesamt damit
angefangen haben, die Verluste zu realisieren.

Wer dann noch in den Aktien mit dabei ist, darf nicht mehr aussteigen
(sofern er sich das leisten kann...). Denn sp=E4testens dann muss aus
der urspr=FCnglich vielleicht kurzfristigen Investition eine
langfristige Anlage werden. Denn dann m=FCsste man warten, bis sich die
Kurse so weit erholt haben, dass man wieder im Plus ist. Und das kann
Jahre, viele Jahre dauern.

Also auch hier die Kunst des Ausstiegs. Eigentlich viel mehr als des
Einstiegs.

Falls es einen verl=E4sslichen Rat zum erfolgreichen Verhalten an der
B=F6rse gibt, dann sehen wir ihn hier allerdings best=E4tigt. Und der
lautet: "Tu das, was alle anderen gerade nicht tun."

Allerdings vorher, nicht hinterher...

Es geht auch anders

Es w=E4re nun ein Trugschluss, w=FCrde man vermuten, dass alle
wirtschaftliche T=E4tigkeit am Ende immer ein Nullsummenspiel sein
m=FCsste.

Bezogen auf die Wirtschaft als Ganzes braucht das nun aber ganz und gar
nicht so zu sein. Sobald es n=E4mlich bei einem wirtschaftlichen Handel
um echte Wertsch=F6pfung geht, wird daraus eine Transaktion, von der
beide etwas haben. Auf der einen Seite n=E4mlich die Geldeinnahme, auf
der anderen Seite eine echte Gegenleistung.

Beim Nullsummenspiel, bei dem Gewinne nur zu Lasten der anderen
m=F6glich sind, m=FCsste man grunds=E4tzlich weniger darauf, die eigenen
Gewinne durch die Schaffung von Werten zu steigern, sondern viel mehr
darauf, dass die anderen m=F6glichst hohe Verluste machen (denn die
w=FCrden ja die eigenen Ertr=E4ge bilden). Somit erkl=E4rt sich dann auch
das absurde Verhalten, das man beileibe nicht nur an den Finanzm=E4rkten
beobachtet, dass jemand mit aller Gewalt nicht etwa nach dem eigenen
Vorteil, sondern den Schaden der anderen herbeizuf=FChren sucht.

Beim echten Wertsch=F6pfungsprozess w=E4re es dagegen ganz verkehrt,
darauf zu achten, dass das Gegen=FCber m=F6glichst viel Verlust macht.
Denn hier ist ein Wachstum schlussendlich nur m=F6glich, wenn es auf
Gegenseitigkeit beruht.

Hier l=E4sst sich alleine nur mit der Fehleinsch=E4tzung des Gegen=FCbers
kein Geld mehr einnehmen.

Aber dass man mit ehrlicher Arbeit nicht so schnell reich werden kann
wie mit sehr viel Gl=FCck an der B=F6rse - das haben wir alle doch schon
immer gewusst.



(*) Achim H. Pollert ist freier Journalist und
Fachautor mit T=E4tigkeitsschwerpunkt in=20
der Schweiz.
Re: Achim H. Pollert: Das Nullsummenspiel [message #317284 ] Sa, 19 November 2005 11:51
Bert Telco  
<schoengeist [at] lycos.com> wrote in message
news:1132145987.024839.82010 [at] g43g2000cwa.googlegroups.com...
Stichwort Kapitalanlage II
>> Sogar gängige Finanzgeschäfte stellen kein eigentliches
>> Nullsummenspiel dar.

Guter Essay.

Wir sollten zudem noch zwischen zwei Varianten unterscheiden, wie
neues Geld der Börse zufliesst: Die Umschichtungen zwischen
Investoren, die durch die Gefahr erratische Kursbewegungen hohen
"Spielcharakter" haben und oft nur auf weitere Investoren baut,
einschliesslich der Hoffnung auf den "Greater Fool".

Andererseits die Zuflüsse, die bei Kapitalerhöhungen stattfinden. Der
Rückfluss dieser Gelder ist abhängig vom fundamentalen
wirtschaftlichen Erfolg.

Es verstricken sich also zwei unterscheidliche (Teil-) Spiele mit
Wechselwirkung.
Re: Achim H. Pollert: Das Nullsummenspiel [message #320844 ] Di, 22 November 2005 13:53
schoengeist  
Hallo,

Danke f=FCr die Blumen.

Zum Thema Kapitalerh=F6hung von Aktiengesellschaften werde ich bei
Gelegenheit auch noch einmal einen Text publizieren.

Bis dann

Achim H. Pollert

Bert Telco schrieb:

> <schoengeist [at] lycos.com> wrote in message
> news:1132145987.024839.82010 [at] g43g2000cwa.googlegroups.com...
> Stichwort Kapitalanlage II
> >> Sogar g=E4ngige Finanzgesch=E4fte stellen kein eigentliches
> >> Nullsummenspiel dar.
>
> Guter Essay.
>
> Wir sollten zudem noch zwischen zwei Varianten unterscheiden, wie
> neues Geld der B=F6rse zufliesst: Die Umschichtungen zwischen
> Investoren, die durch die Gefahr erratische Kursbewegungen hohen
> "Spielcharakter" haben und oft nur auf weitere Investoren baut,
> einschliesslich der Hoffnung auf den "Greater Fool".
>
> Andererseits die Zufl=FCsse, die bei Kapitalerh=F6hungen stattfinden. Der
> R=FCckfluss dieser Gelder ist abh=E4ngig vom fundamentalen
> wirtschaftlichen Erfolg.
>
> Es verstricken sich also zwei unterscheidliche (Teil-) Spiele mit
> Wechselwirkung.
Re: Achim H. Pollert: Das Nullsummenspiel [message #320848 ] Mi, 23 November 2005 01:08
Bert Telco  
<schoengeist [at] lycos.com> wrote in message
news:1132663997.948789.216240 [at] o13g2000cwo.googlegroups.com...
>Zum Thema Kapitalerhöhung von Aktiengesellschaften werde ich bei
> Gelegenheit auch noch einmal einen Text publizieren.

Interessant ist, dass das (erste) Spekulationsspiel eine
Bewertungfrage, das (zweite) Investitionsspiel aber eine
Koordinierungsaufgabe lösen soll. Die gegenseitigen Abhängigkeiten
bewirken dann aber "kapitale" Probleme.
Vorheriges Thema:Nachtraegliche Legitimation durch Perso-Kopie
Nächstes Thema:Wer zahlt Bankauskunft?
Gehe zu:
  


aktuelle Zeit: Mi Feb 8 16:57:01 CET 2012

Insgesamt benötigte Zeit, um die Seite zu erzeugen: 0,10697 Sekunden
.:: Startseite - Hinweise - Impressum - Links ::.

Powered