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Miscellaneous / Verschiedenes » z-netz.forum.versicherung » Umstellung Gesetzlich -> Privat
Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89588] Sa, 13 November 2004 20:30
Markus Zell  
Hallo zusammen,

bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert. Meine Frau arbeitet
ohne Entgelt an ihrer Promotion.

Nun würden wir gerne von der gesetzlichen in eine private Kasse wechseln.
Für unsere Tochter und mich wäre dies vermutlich kein Problem, meine Frau
wird wohl aufgrund einiger Behandlung durch Neurologen in der
Vergangenheit kaum oder allenfalls mit enormen Aufschlägen möglich.

Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der gesetzlichen
Kasse zu entrichten oder ist durch die Quasi-Nichtversicherungsfähigkeit
meiner Frau auch meiner Tochter und mir der Weg in die private Kasse
verbaut?

Für Erfahrungen oder andere hilfreiche Informationen wären wir sehr
dankbar.

Gruß,

Markus.
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89589 ] Sa, 13 November 2004 22:08
Gerd Millmann  
"Markus Zell" <M.Zell [at] planet-interkom.de> schrieb im Newsbeitrag
news:opshe4g5qp2d4bid [at] news.online.de...
> Hallo zusammen,
>
> bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
> Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert.

Ich würde da bleiben.

>
> Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
> versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der gesetzlichen
> Kasse zu entrichten oder ist durch die Quasi-Nichtversicherungsfähigkeit
> meiner Frau auch meiner Tochter und mir der Weg in die private Kasse
> verbaut?
>

Für Dich und Deine Tochter ist es kein Problem, die PKV nimmt Deine
Tochter wohl ohne Probleme, es sei denn, es liegt eine bekannte
Erbkrankheit vor.

Nur mit dem Mindesttarif für die Frau ist das so eine Sache. Warum
soll die TKK das machen? Die Gesunden gehen in die PKV die Kranken
bleiben für wenig Geld in der GKV? Dazu sagt man allgemein "Schmarotzer".
Ich persönlich halte es für asozial.

Die TKK wird Beiträge berechnen nach dem Familieneinkommen
abzüglich eines Freibetrages für die Tochter geteilt durch 2.
Also Dein Einkommen, einschl. aller Sonderzahlungen, wird
berücksichtigt.

Tschüss

gerd millmann [at] muenster.de
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89592 ] Sa, 13 November 2004 22:39
Gunther Karl  
Markus Zell wrote:
> Hallo zusammen,
>
> bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
> Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert. Meine Frau arbeitet
> ohne Entgelt an ihrer Promotion.
>
> Nun würden wir gerne von der gesetzlichen in eine private Kasse
> wechseln. Für unsere Tochter und mich wäre dies vermutlich kein
> Problem, meine Frau wird wohl aufgrund einiger Behandlung durch
> Neurologen in der Vergangenheit kaum oder allenfalls mit enormen
> Aufschlägen möglich.
>
> Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
> versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der gesetzlichen
> Kasse zu entrichten oder ist durch die
> Quasi-Nichtversicherungsfähigkeit meiner Frau auch meiner Tochter und
> mir der Weg in die private Kasse verbaut?
>
> Für Erfahrungen oder andere hilfreiche Informationen wären wir sehr
> dankbar.
>
> Gruß,
>
> Markus.

So weit ich weiss, müssen alle privat oder alle gesetzlich versichert
sein. Ausnahme: Selbständige können sich aussuchen, ob sie privat oder
freiwillig versichert sind. Allerdings ist die gesetzliche für
selbständige mMn nicht so günstig.
(Keine Garantie für die Auskunft, allerdings entspricht dies meiner
Erfahrung.)
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89647 ] So, 14 November 2004 13:11
Bernd Meyer  
> Ich persönlich halte es für asozial.

Ich auch - hoffentlich klappt dieser Beschiss an der
Versichertengemeinschaft nicht.
Grüßle, Bernd
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89648 ] So, 14 November 2004 13:47
Klaus Wedereit  
"Markus Zell" <M.Zell [at] planet-interkom.de> schrieb im Newsbeitrag
news:opshe4g5qp2d4bid [at] news.online.de...
> Hallo zusammen,
>
> bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
> Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert. Meine Frau arbeitet
> ohne Entgelt an ihrer Promotion.
>
> Nun würden wir gerne von der gesetzlichen in eine private Kasse
wechseln.
> Für unsere Tochter und mich wäre dies vermutlich kein Problem, meine
Frau
> wird wohl aufgrund einiger Behandlung durch Neurologen in der
> Vergangenheit kaum oder allenfalls mit enormen Aufschlägen möglich.
>
> Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
> versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der
gesetzlichen
> Kasse zu entrichten oder ist durch die
Quasi-Nichtversicherungsfähigkeit
> meiner Frau auch meiner Tochter und mir der Weg in die private Kasse
> verbaut?
>
> Für Erfahrungen oder andere hilfreiche Informationen wären wir sehr
> dankbar.

das ist ja total dumm, denn bis jetzt zahlst nur für dich in die GKV und
deine Frau und deine Tochter sind doch kostenlos familienversichert.
Warum um Himmels Willen willst du dann in die Private und dort 3
Beiträge
zahlen? Das ist doch nonsens. Sowie so wirde doch seit Jahren überall
dringend vor den Privaten abgeraten. Da kommst später nie wieder raus
und die Prämien sind in den letzten Jahren geradezu explodiert. Mehr als
bei der GKV. Zumal die Privaten durch die Reformen eh bald tot sind
(Stichwort Bürgerversicherung) . Also jetzt noch auf ein sinkendes
Schiff
setzen wäre fahrlässig
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89697 ] So, 14 November 2004 21:43
Markus Zell  
Am Sun, 14 Nov 2004 13:11:13 +0100 hat Bernd Meyer <470695 [at] rz-online.de>
geschrieben:

>> Ich persönlich halte es für asozial.
>
> Ich auch - hoffentlich klappt dieser Beschiss an der
> Versichertengemeinschaft nicht.
> Grüßle, Bernd
>
>


Harte Worte, die Du hier in den Mund nimmst. Gedacht war das Ganze
eigentlich nicht als Beschiss an der Versichertengemeinschaft, vielmehr
würden wir gerne in den Genuss der deutlich besseren Leistungen der PKV
kommen. Gerade in der letzten Zeit bemerken wir verstärkt, wie viel
schlechter doch Patienten, die bei der GKV versichert sind, von den Ärzten
behandelt werden.

Wenn ich mir aber die hier vorherrschende Meinung zu dieser Problematik
ansehe, dann wird möglicherweise sowieso demnächst das ganze System
reformiert werden (Stichwort Bürgerversicherung), so dass man vielleicht
zunächst diese Entwicklung abwartet.

Trotzdem vielen Dank für die Antworten.

Gruß,

Markus.
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89702 ] So, 14 November 2004 23:16
Frank Kozuschnik  
Klaus Wedereit schrieb:

> "Markus Zell" schrieb...
>
> > bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
> > Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert. Meine Frau
> > arbeitet ohne Entgelt an ihrer Promotion.
> >
> > Nun würden wir gerne von der gesetzlichen in eine private Kasse
> > wechseln. Für unsere Tochter und mich wäre dies vermutlich kein
> > Problem, meine Frau wird wohl aufgrund einiger Behandlung [...]
> > kaum oder allenfalls mit enormen Aufschlägen möglich.
> >
> > Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
> > versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der
> > gesetzlichen Kasse zu entrichten [...]?
>
> das ist ja total dumm, denn bis jetzt zahlst nur für dich in die GKV und
> deine Frau und deine Tochter sind doch kostenlos familienversichert.
> Warum um Himmels Willen willst du dann in die Private und dort 3
> Beiträge zahlen?

Das kann unter Umständen immer noch billiger sein als ein einziger
Höchstbeitrag einer gesetzlichen Krankenversicherung, und das bei
meist eher besseren Leistungen.

> Das ist doch nonsens. Sowie so wirde doch seit Jahren überall
> dringend vor den Privaten abgeraten.

Dann frag doch mal deinen Arzt, wozu er dir rät.

> Da kommst später nie wieder raus und die Prämien sind in den letzten
> Jahren geradezu explodiert. Mehr als bei der GKV.

Meine Beiträge sind in den letzten acht Jahren um knapp 42% gestiegen.
Allein 10% davon sind durch gesetzlich erhöhte Altersrückstellungen
bedingt (die die GKV bis heute gar nicht kennt).
- Wie stark sind die GKV-Beiträge im gleichen Zeitraum gestiegen?
- In welchem Ausmaß hat die GKV währenddessen Leistungen gekürzt oder
Zuzahlungen eingeführt?

> Zumal die Privaten durch die Reformen eh bald tot sind
> (Stichwort Bürgerversicherung) . Also jetzt noch auf ein sinkendes
> Schiff setzen wäre fahrlässig

*Deswegen* würde ich mir die wenigsten Sorgen machen. Eher dürfte
anders herum gelten: *Falls* die "Bürgerversicherung" kommt, wirst du
*dann* bestimmt nicht mehr in eine Versicherung wechseln können, die
nach den Prinzipien der heutigen PKV arbeitet.
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89746 ] So, 14 November 2004 21:39
Friese  
falsche erfahrung.

markus und tochter privat - kein problem.

frau gesetzlich - kann dort bleiben auf antrag. kostet wie schon geschrieben
einkommen ehegatte geteilt durch zwei.

wenn er über der bbg liegt also halber höchstsatz, wahrscheinlich ist das
mehr wie er und die tochter.

keine angst vor asis, die gestezliche passt da auf und fordert ggfls. auch
nach.

gruß
michael




"Gunther Karl" <gunther [at] nospam.com> schrieb im Newsbeitrag
news:41967ee0$0$18076$c3e8da3 [at] news.astraweb.com...
> Markus Zell wrote:
> > Hallo zusammen,
> >
> > bisher sind meine Frau und meine Tochter über mich als alleinigen
> > Verdiener freiwillig bei der TK krankenversichert. Meine Frau arbeitet
> > ohne Entgelt an ihrer Promotion.
> >
> > Nun würden wir gerne von der gesetzlichen in eine private Kasse
> > wechseln. Für unsere Tochter und mich wäre dies vermutlich kein
> > Problem, meine Frau wird wohl aufgrund einiger Behandlung durch
> > Neurologen in der Vergangenheit kaum oder allenfalls mit enormen
> > Aufschlägen möglich.
> >
> > Nun die Frage: wäre es möglich, meine Tochter und mich privat zu
> > versichern und für meine Frau eine Art Mindesttarif in der gesetzlichen
> > Kasse zu entrichten oder ist durch die
> > Quasi-Nichtversicherungsfähigkeit meiner Frau auch meiner Tochter und
> > mir der Weg in die private Kasse verbaut?
> >
> > Für Erfahrungen oder andere hilfreiche Informationen wären wir sehr
> > dankbar.
> >
> > Gruß,
> >
> > Markus.
>
> So weit ich weiss, müssen alle privat oder alle gesetzlich versichert
> sein. Ausnahme: Selbständige können sich aussuchen, ob sie privat oder
> freiwillig versichert sind. Allerdings ist die gesetzliche für
> selbständige mMn nicht so günstig.
> (Keine Garantie für die Auskunft, allerdings entspricht dies meiner
> Erfahrung.)
Re: Umstellung Gesetzlich -> Privat [message #89797 ] Mo, 15 November 2004 17:03
Gisbert Sachs  
Gerd Millmann schrieb:
[OP überlegt, in die PKV zu wechseln]

> Ich würde da bleiben.

Warum?

> Die Gesunden gehen in die PKV die Kranken bleiben für wenig Geld in
> der GKV? Dazu sagt man allgemein "Schmarotzer". Ich persönlich halte
> es für asozial.

Na, da kommen wieder so überflüssige Emotionen hoch. Der OP handelt nur
nutzenorientiert, also ganz im Interesse der Politiker.

Vor dem Hintergrund, dass der Staat auch die Auszahlungen von
Direktversicherungen GKV-Beitragspflichtig gemacht hat - warum soll der
Einzelne sozialer sein, als der Staat?

Ja, diese Risikoselektion ist asozial. Die überraschende Verbeitragung
der arbeitnehmerfinanzierten bAV durch den Staat ist es auch.

Gruss, GS

--
GisbertSachs [at] gmx.de
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