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Miscellaneous / Verschiedenes » z-netz.forum.versicherung » Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung
| Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168461] |
Sa, 04 Dezember 2004 19:56 |
|
Hallo,
ich bekam letzte Woche Post von meiner KV, der Süddeutschen
Krankenversicherung (SDK). Die SDK erhöht meinen Beitrag ab Jan-2005
um 40€ was ca. 15% entspricht. Laut SDK handelt es sich dabei um eine
Anpassung an die gestiegenen Gesundheitskosten ...
Nun frage ich mich, ob auch andere SDK-Mitglieder eine ähnliche
Anpassung (nettes Wort!) bekommen haben?
Gruß!
HJB
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168462 ] |
Sa, 04 Dezember 2004 22:50 |
|
bin zwar nicht bei deiner PKV, dafür bei der halleschen und meine
tochter bei der hansemerkur - wir haben beide auch einen solchen brief
mit einer "anpassung" bekommen :-(
meine hallesche hat erst letztes jahr ziemlich saftig die beiträge
erhöht, dieses jahr wieder, aber nicht so kras! :-(
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168465 ] |
So, 05 Dezember 2004 10:13 |
|
Ja, ich auch, bei der Central.
Ist auch ganz normal.
Die Kosten steigen ja wirklich erheblich.
Gruß, Wolfgang
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168469 ] |
So, 05 Dezember 2004 12:16 |
|
>Die Kosten steigen ja wirklich erheblich.
wenn man sich teilweise anschaut, was die versicherungen für "paläste"
bauen, dann weiß man auch, warum die kosten steigen :-(
warum kann man's nicht so machen: ich zahle einen gewissen beitrag,
der konstant ist, und dafür bekomme ich eine gewisse leistung, die
auch konstant ist. wenn ich mehr leistungen brauche/möchte, so
verhandle ich es neu mit der versicherung. wenn nicht, dann bleibt
alles beim alten. das wäre doch gerecht, oder?
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168471 ] |
So, 05 Dezember 2004 13:26 |
|
> warum kann man's nicht so machen: ich zahle einen gewissen beitrag,
> der konstant ist, und dafür bekomme ich eine gewisse leistung, die
> auch konstant ist. wenn ich mehr leistungen brauche/möchte, so
> verhandle ich es neu mit der versicherung. wenn nicht, dann bleibt
> alles beim alten. das wäre doch gerecht, oder?
Das geht mehr in die Richtung: jeder zahlt seins.
Aber es ist das Wesen von Versicherungen, dass alle gleich viel zahlen und
so der Ausgleich für wirklich Belastete (hier Kranke) geschaffen wird.
Das mit den Palästen stimmt natürlich und wird von den Menschen gesehen.
Nicht gesehen wird, welche Leistungen die Versicherten bekommen, welche sie
zusätzlich fordern, mit welchen Tricks sie das System zu ihren Gunsten
ausbeuten, oft sogar betrügen (ich weiß, wovon ich rede!) und wie locker sie
immerzu dem Geld der Versicherungen umgehen. Milliarden könnten da
eingespart werden, aber die Versicherten wollen es genau so. Also müssen sie
auch zahlen.
Dasselbe gilt übrigens in der Kfz-Haftpflicht. Die ist aus denselben Gründen
so teuer. Jeder will das halbe Auto ersetzt haben, wenn nur die Stoßstange
eine Beule hat.
Gruß, Wolfgang
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168472 ] |
So, 05 Dezember 2004 13:36 |
|
"Gregor Czempik" <gregorius007 [at] lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0dr5r0t4m51vmh4u37suesat0u3uduhd03 [at] 4ax.com...
> >Die Kosten steigen ja wirklich erheblich.
>
> wenn man sich teilweise anschaut, was die versicherungen für "paläste"
> bauen, dann weiß man auch, warum die kosten steigen :-(
[X] Du würdest es vorziehen, wenn
a) die Mitarbeiter der Versicherung mit allen Gerätschäften auf der Strasse
ohne Gebäude arbeiten
b) als Kapitalanlagen für die Gesellschaft nur die in Frage kommen, die
ausschliesslich DU wählst (von der Anlagenverordnung mal abgesehen..)
> warum kann man's nicht so machen: ich zahle einen gewissen beitrag,
> der konstant ist, und dafür bekomme ich eine gewisse leistung, die
> auch konstant ist. wenn ich mehr leistungen brauche/möchte, so
> verhandle ich es neu mit der versicherung. wenn nicht, dann bleibt
> alles beim alten. das wäre doch gerecht, oder?
Genau.. aber dass auch die Preise für die Dienstleistungen sich erhöhen,
scheinst Du zu vergessen.. Neue Diagnostik-Methoden.. neue Behandlungsarten,
neue "Maschinen" ..
sollen für Dich wohl die anderen zahlen..oder?
Mensch..denkt doch erstmal nach, bevor ihr postet..Die Mehrleistung ergibt
sich aus den Veränderungen im Gesundheitswesen..
|
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| Re: Beitragsanpassung SüddeutscheKrankenversicherung [message #168473 ] |
So, 05 Dezember 2004 14:11 |
|
Hallo HJB,
HJB schrieb:
> Hallo,
> ich bekam letzte Woche Post von meiner KV, der S=FCddeutschen
> Krankenversicherung (SDK). Die SDK erh=F6ht meinen Beitrag ab Jan-2005
> um 40=80 was ca. 15% entspricht. Laut SDK handelt es sich dabei um eine=
> Anpassung an die gestiegenen Gesundheitskosten ...
> Nun frage ich mich, ob auch andere SDK-Mitglieder eine =E4hnliche
> Anpassung (nettes Wort!) bekommen haben?
>
> Gru=DF!
> HJB
Hatte dieses Problem mit der Barmenia vor ca. 2-3 Jahren. Diese hatten
zwar weniger an der Beitragsschraube gedreht als vielmehr den
Selbstbehalt deutlich erh=F6ht (von urspr=FCnglich 1200 DM auf jetzt 720
EUR).
F=FCr 2005 ist jetzt der Beitrag erstaunlicherweise stabil, kein Cent
=C4nderung! Bei der Pflege gibt es sogar eine Beitragssenkung um 0,51 EUR=
=2E
Bin selbst =FCberrascht!
Gru=DF
Christian
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168474 ] |
So, 05 Dezember 2004 16:56 |
|
Hallo Hans-Jörg,
meine Frau und meine Tochter haben bei der SDK ebenfalls
Beitragserhöhungen bekommen, gemeinsam ca. 8%. Ich möchte wissen, wie es
zu den Unterschieden kommt. Beide sind seit etwa 1998 in der Versicherung.
Gruß,
Stefan
Am 4 Dec 2004 10:56:47 -0800 hat HJB <hans-joerg.bachofer [at] t-online.de>
geschrieben:
> Hallo,
> ich bekam letzte Woche Post von meiner KV, der Süddeutschen
> Krankenversicherung (SDK). Die SDK erhöht meinen Beitrag ab Jan-2005
> um 40¤ was ca. 15% entspricht. Laut SDK handelt es sich dabei um eine
> Anpassung an die gestiegenen Gesundheitskosten ...
> Nun frage ich mich, ob auch andere SDK-Mitglieder eine ähnliche
> Anpassung (nettes Wort!) bekommen haben?
>
> Gruß!
> HJB
--
Erstellt mit M2, Operas revolutionärem E-Mail-Modul:
http://www.opera.com/m2/
|
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|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168476 ] |
So, 05 Dezember 2004 20:48 |
|
"HJB" <hans-joerg.bachofer [at] t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4dc46053.0412041056.6cbf1376 [at] posting.google.com...
> Hallo,
> ich bekam letzte Woche Post von meiner KV, der Süddeutschen
> Krankenversicherung (SDK). Die SDK erhöht meinen Beitrag ab Jan-2005
> um 40? was ca. 15% entspricht. Laut SDK handelt es sich dabei um
> eine
> Anpassung an die gestiegenen Gesundheitskosten ...
> Nun frage ich mich, ob auch andere SDK-Mitglieder eine ähnliche
> Anpassung (nettes Wort!) bekommen haben?
>
> Gruß!
> HJB
Um die Frage zu beantworten, warum die Beitragsanpassungen denn
zeitweise so hoch sind. Ein paar Erklärungen:
1) die Gesundheitsausgaben steigen a) durch neue Techniken b) durch
normale Preissteigerungen
2) ob der Beitrag erhöht wird entscheidet nicht der Versicherer
allein, dafür gibt es einen Treuhändler,
sind die Kosten innerhalb DES TARIFES um bis zu 5% gestiegen darf
NICHT erhöht werden, sind
sie zwischen 5% und 10% gestiegen KANN erhöht werden und bei mehr als
10% MUSS erhöht werden.
Die Kosten innerhalb eines Tarifes können natürlich gering gehalten
werden, wenn die Versicherten
immer schön Maß halten mit Besuchen beim Arzt, bei Medikamenten usw.
A.E.Becker
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #168477 ] |
So, 05 Dezember 2004 21:02 |
|
Am Sun, 5 Dec 2004 20:48:26 +0100 hat A. E. Becker
<A.2.mrrobe [at] spamgourmet.com> geschrieben:
> Um die Frage zu beantworten, warum die Beitragsanpassungen denn
> zeitweise so hoch sind. Ein paar Erklärungen:
> 1) die Gesundheitsausgaben steigen a) durch neue Techniken b) durch
> normale Preissteigerungen
....
Aber warum sind die Steigerungen bei den Versicherern so unterschiedlich?
Normale Preissteigerungen können das dann nämlich nicht allein sein.
Kostenquote und Versichertenstruktur spielen da natürlich auch noch mit.
Bei Versicherern mit lange bestehenden Baukastentarifen dürften die
Steigerungen nicht so hoch sein wie bei Versicherern, die alle naselang
einen neuen Tarif aufmachen, wie die DKV beispielsweise.
Die Frage bleibt also, ob die Tariferhöhungen akzeptier- und
nachvollziehbar sind oder durch die Gesellschaft selbst zu verantworten
sind.
Auch bei Beitragssenkungen: Liegt es an den niedrigen Gesundheitskosten
oder der guten Wirtschaftlichkeit?
Gruß,
Stefan
--
Erstellt mit M2, Operas revolutionärem E-Mail-Modul:
http://www.opera.com/m2/
|
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|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178571 ] |
So, 05 Dezember 2004 22:41 |
|
>Um die Frage zu beantworten, warum die Beitragsanpassungen denn
>zeitweise so hoch sind. Ein paar Erklärungen:
>1) die Gesundheitsausgaben steigen
ja, das wollen sie uns alle erzählen, besonders die politiker.
kann es jemand anhand genauere zahlen auch beweisen?
welche kosten sind es? bzw. welche ausgaben?
sind diese auch notwendig?
>a) durch neue Techniken
das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. allgemein gilt, daß die
technik immer besser/mächtiger/ausgereifter wird, aber dafür billiger
(siehe handys, waschmaschinen,...)
> b) durch
>normale Preissteigerungen
das ist 1% inflation im jahr - das erklärt immer noch keine steigerung
von 5-8%
>2) ob der Beitrag erhöht wird entscheidet nicht der Versicherer
>allein, dafür gibt es einen Treuhändler,
die scheinen allerdings unter einer decke zu stecken. oder kann man es
als normal-sterblicher bürger auch irgendwo nachlesen/nachvollziehen?
>Die Kosten innerhalb eines Tarifes können natürlich gering gehalten
>werden, wenn die Versicherten
>immer schön Maß halten mit Besuchen beim Arzt, bei Medikamenten usw.
das kannst du so nicht verallgemeinern: ich habe mich schon oft bei
der kasse (bzw. bei meiner versicherung) beschwert, daß ein arzt viel
zu viele untersuchungen bei mir durchgeführt hat, obwohl ich (und
meine frau, die sich wirklich damit auskennt!) der meinung bin, daß
diese total überflüssig waren. aber die kasse sagte nur, die kann die
rechnung auf sachliche fehler prüfen, mehr nicht.
das heißt, ich als patient/versicherungsnehmen habe ich so ziemlich
gar keine möglichkeit, einfluß auf die steigenden kosten zu nehmen.
denn es ist wirklich so, daß die ärzte von den privaten das
zurückholen, was sie bei den geseztlichen nicht bekommen. zumindest
habe ICH es immer so beobachtet. :-(
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178572 ] |
So, 05 Dezember 2004 22:28 |
|
>Hatte dieses Problem mit der Barmenia vor ca. 2-3 Jahren. Diese hatten
>zwar weniger an der Beitragsschraube gedreht als vielmehr den
>Selbstbehalt deutlich erhöht (von ursprünglich 1200 DM auf jetzt 720
>EUR).
>Für 2005 ist jetzt der Beitrag erstaunlicherweise stabil, kein Cent
>Änderung! Bei der Pflege gibt es sogar eine Beitragssenkung um 0,51 EUR.
>
>Bin selbst überrascht!
wie hast du denn dein "problem" gelöst? oder hast du einfach nichts
gemacht und wartest/hoffst, daß es in der zukunft besser wird?
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178573 ] |
So, 05 Dezember 2004 22:28 |
|
>[X] Du würdest es vorziehen, wenn
>
>a) die Mitarbeiter der Versicherung mit allen Gerätschäften auf der Strasse
>ohne Gebäude arbeiten
wir müssen nicht gleich übertreiben - einfache büroräume würden auch
reichen.
>b) als Kapitalanlagen für die Gesellschaft nur die in Frage kommen, die
>ausschliesslich DU wählst (von der Anlagenverordnung mal abgesehen..)
davon habe ich gar nichts gesagt.
>Genau.. aber dass auch die Preise für die Dienstleistungen sich erhöhen,
>scheinst Du zu vergessen..
nein, habe ich nicht. genau das wollte ich eben ansprechen.
ich kann selbst bestimmen, welche leistungen gezahlt werden und welche
nicht. wenn ich z.b. zum arzt A gehe und er sagt, er verlangt X eur
für eine untersuchung und es mir zu viel ist, dann suche ich mir einen
anderen arzt B, der weniger dafür verlangt.
die ärzte müssen auch wirtschaftlich arbeiten und schauen, daß sie
genügend kunden/patieten bekommen. und wenn sie zu hohe preise
verlangen, dann gehen die leute halt woanders.
>Neue Diagnostik-Methoden..
das braucht man unbedingt für mein 1x schnupfen im jahr! :-(
>neue Behandlungsarten,
das kann ich dann individuell mit der versicherung verhandeln, ob ich
die alte "art" haben will und diese bezahlt wird, oder ob ich eine
neue haben will und die differenz selbst bezahle oder ob ich eine neue
versicherung mit der kasse abschließe, die dies abdeckt. zur zeit habe
ich aber KEINE wahl und ich muß es (durch erhöhte beiträge)
akzeptieren! :-(
>neue "Maschinen" ..
müssen die unbedingt auch gleich teurer sein?
>
>sollen für Dich wohl die anderen zahlen..oder?
nein, das habe ich nie behauptet.
>Mensch..denkt doch erstmal nach, bevor ihr postet..
ja, das gilt für alle, auch für dich. und lies' dir auch noch durch,
was ich geschrieben habe, bevor du mir eine antwort gibst.
>Die Mehrleistung ergibt
>sich aus den Veränderungen im Gesundheitswesen..
ja, ist mir schon klar. aber mich fragt ja keiner, ob ich es haben
will.
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178580 ] |
Mo, 06 Dezember 2004 09:28 |
|
> meine Frau und meine Tochter haben bei der SDK ebenfalls
> Beitragserhöhungen bekommen, gemeinsam ca. 8%. Ich möchte wissen, wie es
> zu den Unterschieden kommt. Beide sind seit etwa 1998 in der Versicherung.
Es gibt geschlossene Tarife, d.h. eine Gruppe finanziert sich selbst.
Wenn Du also Glück hast, bist Du in einer Gruppe, die nicht gar so
kostenintensiv war.
Dann fallen die Erhöhungen moderater aus.
Das kann in 2 Jahren völlig anders aussehen, wenn z.B. mehrere
Gruppenmitglieder AIDS bekommen haben.
Gruß, Wolfgang
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178589 ] |
Mo, 06 Dezember 2004 21:25 |
|
On Sun, 05 Dec 2004 22:41:11 +0100, Gregor Czempik
<gregorius007 [at] lycos.de> wrote:
>>Um die Frage zu beantworten, warum die Beitragsanpassungen denn
>>zeitweise so hoch sind. Ein paar Erklärungen:
>>1) die Gesundheitsausgaben steigen
>
>ja, das wollen sie uns alle erzählen, besonders die politiker.
>kann es jemand anhand genauere zahlen auch beweisen?
>welche kosten sind es? bzw. welche ausgaben?
>sind diese auch notwendig?
Die Frage "notwendig" stellt sich als PKV-Versicherter nicht. Wenn sie
sich öfters stellen würde wären auch die Tarife billiger!
>>a) durch neue Techniken
>
>das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. allgemein gilt, daß die
>technik immer besser/mächtiger/ausgereifter wird, aber dafür billiger
>(siehe handys, waschmaschinen,...)
Neue Medikamente und neue Geräte kosten mehr Geld als Altbewährtes.
Ausserdem wird alles häufiger eingesetzt (zwar im Einzelnen billiger als
früher - aber durch die Häufigkeit teurer)
>> b) durch
>>normale Preissteigerungen
>
>das ist 1% inflation im jahr - das erklärt immer noch keine steigerung
>von 5-8%
Die Löhne steigen stärker!
>>2) ob der Beitrag erhöht wird entscheidet nicht der Versicherer
>>allein, dafür gibt es einen Treuhändler,
>
>die scheinen allerdings unter einer decke zu stecken. oder kann man es
>als normal-sterblicher bürger auch irgendwo nachlesen/nachvollziehen?
Eine Versicherung funktioniert nach dem Prinzip:
Ausgaben + Verwaltungsausgaben = Einnahme.
Wenn eine Seite der Gleichung nicht stimmt muß justiert werden - oder wo
sollte Deiner Meinung nach das Geld herkommen??
>ich habe mich schon oft bei
>der kasse (bzw. bei meiner versicherung) beschwert, daß ein arzt viel
>zu viele untersuchungen bei mir durchgeführt hat, obwohl ich (und
>meine frau, die sich wirklich damit auskennt!) der meinung bin, daß
>diese total überflüssig waren. aber die kasse sagte nur, die kann die
>rechnung auf sachliche fehler prüfen, mehr nicht.
Äh - warum hast Du die Untersuchung dann machen lassen?
>das heißt, ich als patient/versicherungsnehmen habe ich so ziemlich
>gar keine möglichkeit, einfluß auf die steigenden kosten zu nehmen.
Das ist (s.o.) einfach falsch.
cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
ROT13 for email: znegva.trexra [at] jro.qr
|
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|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178592 ] |
Di, 07 Dezember 2004 22:33 |
|
Wolfgang Kieckbusch schrieb
> > meine Frau und meine Tochter haben bei der SDK ebenfalls
> > Beitragserhöhungen bekommen, gemeinsam ca. 8%. Ich möchte wissen, wie es
> > zu den Unterschieden kommt. Beide sind seit etwa 1998 in der Versicherung.
>
> Es gibt geschlossene Tarife, d.h. eine Gruppe finanziert sich selbst.
> Wenn Du also Glück hast, bist Du in einer Gruppe, die nicht gar so
> kostenintensiv war.
> Dann fallen die Erhöhungen moderater aus.
> Das kann in 2 Jahren völlig anders aussehen, wenn z.B. mehrere
> Gruppenmitglieder AIDS bekommen haben.
Im Prinzip richtig. Aber AIDS ist überhaupt nicht so teuer. In
den 90er Jahren ist im Rheinland eine kleine AOK fast pleite
gegangen, weil sie eine Familie mit der Bluterkrankheit bekommen
hat.
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178593 ] |
Di, 07 Dezember 2004 22:27 |
|
Stefan Garmeister schrieb
> > Um die Frage zu beantworten, warum die Beitragsanpassungen denn
> > zeitweise so hoch sind. Ein paar Erklärungen:
> > 1) die Gesundheitsausgaben steigen a) durch neue Techniken b) durch
> > normale Preissteigerungen
> ...
>
> Aber warum sind die Steigerungen bei den Versicherern so unterschiedlich?
Dafür gibt es viele Gründe:
- Ein Vergleich auf Jahresbasis sagt nicht viel aus. Die eine
Versicherung erhöht jedes Jahr um 6%, die andere alle zwei Jahre
um 12%
- Beitragserhöhungen werden verringert, wenn gleichzeitig die
Selbstbeteiligungen erhöht werden.
- Es gibt Versicherungen, die jedes Jahr eine neue Brille ohne
Betragsbegrenzung zahlen. Andere Versicherungen (oder andere
Tarife der gleichen Versicherung) zahlen alle drei Jahre 100
Euro.
In den 90er Jahren haben die Krankenhäuser hemmungslos
zugeschlagen. Die haben teilweise Einzelzimmerzuschläge von mehr
als 200 Euro genommen. Da hat der BGH einen Riegel vorgeschoben.
Das bedeutet, das Tarife, die Einzelzimmer bezahlt haben, in der
Vergangenheit stark gestiegen sind und nun konstant sind.
Tarife, die kein Einzelzimmer zahlen, die in der Vergangenheit
langsamer gestiegen. Dafür entfällt jetzt der begrenzende Effekt
der sinkenden Zimmerzuschläge.
- ...
> Normale Preissteigerungen können das dann nämlich nicht allein sein.
> Kostenquote und Versichertenstruktur spielen da natürlich auch noch mit.
Die Kostenquote ist Randproblem. Viel heftiger sind die
Provisionen. Bei jeder Beitragserhöhung fallen wieder
Provisionen an. Beamtenversicherer, die mit nebenberuflichen
Vertretern haben, zahlen dabei weniger als Maklerversicherer.
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178594 ] |
Di, 07 Dezember 2004 22:30 |
|
Gregor Czempik schrieb
> das kannst du so nicht verallgemeinern: ich habe mich schon oft bei
> der kasse (bzw. bei meiner versicherung) beschwert, daß ein arzt viel
> zu viele untersuchungen bei mir durchgeführt hat, obwohl ich (und
> meine frau, die sich wirklich damit auskennt!) der meinung bin, daß
> diese total überflüssig waren. aber die kasse sagte nur, die kann die
> rechnung auf sachliche fehler prüfen, mehr nicht.
Das trifft zu. Wenn er die Untersuchung durchgeführt hat, kann
die Versicherung nichts machen.
Nebenbei: Die Versicherung hat keine Vertragsbeziehung mit dem
Arzt. Du hast einen Vertrag mit der Versicherung und du hast
einen Vertrag mit dem Arzt. Nur du kannst die Rechnung kürzen.
> das heißt, ich als patient/versicherungsnehmen habe ich so ziemlich
> gar keine möglichkeit, einfluß auf die steigenden kosten zu nehmen.
> denn es ist wirklich so, daß die ärzte von den privaten das
> zurückholen, was sie bei den geseztlichen nicht bekommen. zumindest
> habe ICH es immer so beobachtet. :-(
Das ist leider so.
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178597 ] |
Mi, 08 Dezember 2004 00:35 |
|
Thomas Meyering <thomas.meyering [at] freenet.de> schrieb:
>> das kannst du so nicht verallgemeinern: ich habe mich schon oft bei
>> der kasse (bzw. bei meiner versicherung) beschwert, daß ein arzt viel
>> zu viele untersuchungen bei mir durchgeführt hat, obwohl ich (und
>> meine frau, die sich wirklich damit auskennt!) der meinung bin, daß
>> diese total überflüssig waren. aber die kasse sagte nur, die kann die
>> rechnung auf sachliche fehler prüfen, mehr nicht.
>Das trifft zu. Wenn er die Untersuchung durchgeführt hat, kann
>die Versicherung nichts machen.
ACK.
>Nebenbei: Die Versicherung hat keine Vertragsbeziehung mit dem
>Arzt. Du hast einen Vertrag mit der Versicherung und du hast
>einen Vertrag mit dem Arzt. Nur du kannst die Rechnung kürzen.
.... und nur er kann dem Arzt auf die Finger schauen.
>> das heißt, ich als patient/versicherungsnehmer habe ich so ziemlich
>> gar keine möglichkeit, einfluß auf die steigenden kosten zu nehmen.
Er hat so gut wie jede Möglichkeit, Einfluß auf die steigenden Kosten zu
nehmen.
>> denn es ist wirklich so, daß die ärzte von den privaten das
>> zurückholen, was sie bei den gesetzlichen nicht
>>bekommen. zumindest habe ICH es immer so beobachtet. :-(
>Das ist leider so.
ACK. Alles allerdings muß man nicht mit sich machen lassen.
--
Martin Gerdes
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178598 ] |
Mi, 08 Dezember 2004 00:38 |
|
>Nebenbei: Die Versicherung hat keine Vertragsbeziehung mit dem
>Arzt. Du hast einen Vertrag mit der Versicherung und du hast
>einen Vertrag mit dem Arzt. Nur du kannst die Rechnung kürzen.
nicht aber, wenn er schon die leistung erbracht hat.
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178620 ] |
Do, 09 Dezember 2004 19:24 |
|
Gregor Czempik schrieb
> >Nebenbei: Die Versicherung hat keine Vertragsbeziehung mit dem
> >Arzt. Du hast einen Vertrag mit der Versicherung und du hast
> >einen Vertrag mit dem Arzt. Nur du kannst die Rechnung kürzen.
>
> nicht aber, wenn er schon die leistung erbracht hat.
Es bleibt aber die Frage, ob die Leistung bestellt war. Wenn die
Autowerkstatt ungefragt das Auto neu lackiert, bekommt sie auch
höchstens eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
|
|
|
| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178630 ] |
Fr, 10 Dezember 2004 20:03 |
|
>Es bleibt aber die Frage, ob die Leistung bestellt war. Wenn die
>Autowerkstatt ungefragt das Auto neu lackiert, bekommt sie auch
>höchstens eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
tja, der arzt kann immer behaupten, daß er all die leistungen für
notwendig hielt, um seine diagnose zu "unterstützen".
wie kannst du als laie nachweisen, daß eine untersuchung nicht
notwendig war?
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
|
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| Re: Beitragsanpassung Süddeutsche Krankenversicherung [message #178653 ] |
Mo, 13 Dezember 2004 19:40 |
|
Gregor Czempik schrieb
> ... Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis
> >Es bleibt aber die Frage, ob die Leistung bestellt war. Wenn die
> >Autowerkstatt ungefragt das Auto neu lackiert, bekommt sie auch
> >höchstens eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
>
> tja, der arzt kann immer behaupten, daß er all die leistungen für
> notwendig hielt, um seine diagnose zu "unterstützen".
> wie kannst du als laie nachweisen, daß eine untersuchung nicht
> notwendig war?
Dieser Einwand gilt für die meisten rechtlichen
Auseinandersetzungen. Trotzdem muss man zunächst unabhängig von
der Beweislage die Rechtslage klären.
Weiterhin muss derjenige, der Ansprüche stellt, die Berechtigung
seiner Ansprüche nachweisen - nicht umgekehrt.
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Gehe zu:
aktuelle Zeit: Mi Mai 23 07:09:53 CEST 2012
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