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Miscellaneous / Verschiedenes » z-netz.forum.versicherung » Womit tricksen die Versicherer in punkto Berufsunfähigkeit
Womit tricksen die Versicherer in punkto Berufsunfähigkeit [message #168478] So, 05 Dezember 2004 21:23
shpana_vo_frake  
Hi Mitlesende,

ich überlege noch in diesem Jahr eine Berufsunfähigkeitversicherung
abzuschliessen.
Um mich vor den Gesprächen einwenig vorzubereiten, wollte ich ein Paar
einzelheiten wissen. Und zwar folgende:


Was sind die häufigsten "Begründungen" der BU-Versicherer nicht
zu
zahlen? Gemeint sind die "Begründungen", mit denen die
Versicherungs-
gesellschfat versucht sich _berechtigten_ Ansprüchen zu
entziehen.

Was sind die häufigsten Klauseln der BU-Versicherer, die - erst
im
Vertrag eingebaut - dem Versicherer dann das Recht geben unter
Bezug
auf eben diese Klausel nicht zu zahlen?

Was sind die häufigsten, tatsächlich berechtigten Gründe dafür,
dass
eine BU-Versicherungsgesellschaft nicht zahlt?

Versteckte Risiken:
Es ist klar, dass man beim Abschluss einer
Berufsunfähigkeitversicherung
gegenüber der Versicherungsgesellschaft nichts verschweigen
darf.
Speziell was den Gesundheitszustand angeht und eventuelle
Vorerkrankun-
gen nicht. Was wird von den Versicherungsgesellschaften dennoch,
bei
aller Sogfalt der zu versichernden Personen in bezug auf diese
Angaben
im Schadensfall gerne unter dem Deckmäntelchen "Das haben Sie
beim
Vertragsabschluss verschwiegen" zur Abwendung der Zahlung
benutzt.

Weiss jemand was Näheres dazu?

Vielen Dank.

Andreas
Re: Womit tricksen die Versicherer in punkto Berufsunfähigkeit [message #178624 ] Fr, 10 Dezember 2004 13:12
Lucas Martini  
http://service.warentest.de/shop/alle/buecher/7840.html
Dort findest Du auch eine Leseprobe.

Gruß
Lucas
Re: Womit tricksen die Versichere r in punkto Berufsunfähigkeit [message #178634 ] So, 12 Dezember 2004 12:56
a.ulrich  
Hallo Andreas
Die Versicherungen bewegen sich allm=E4hlich aber bestimmt zu den
risikolosen Gesch=E4ften. Die Umsetzung dieser Strategie l=E4uft =FCber
die betriebsinternen, organisationseigenen Anwaltskanzleien, welche
jeden ,,Schaden" in Frage stellen und abweisen versuchen. Auch die
Versicherungs-Lobbyisten tun alles erdenkliche, um die von uns
gew=E4hlten Abgeordneten in Bern, die National- und St=E4nder=E4te zu
beeinflussen und zu manipulieren, damit neue Gesetze zu Gunsten der
Versicherer entstehen und einseitige zu ungunsten der Versicherten und
veraltete Gesetze wie das VVG ja nicht modernisiert werden. Als
Versicherungsnehmer sollten wir uns wieder vermehrt =FCberlegen, wie es
unsere Vorfahren geschafft haben, selbst Risiken zu tragen und damit
Versicherungspr=E4mien zu sparen. Nur sorgt der Staat mit vielen
obligatorischen Versicherungen f=FCr gute Pfr=FCnde der Versicherer.
Diese nutzen die L=FCcken und ,,Unklarheiten" schamlos zu ihren
Gunsten aus und dies auf Kosten der Versicherten, braven B=FCrgern, also
dem arbeitswilligen Volk. Sollte die Versicherung ihren
Verpflichtungen nachkommen m=FCssen, dann nutzen sie jede M=F6glichkeit,
diesen nicht nachkommen zu m=FCssen. Es werden Antragsformulare auf
m=F6gliche M=E4ngel analysiert, Dedektive eingeschaltet, Anw=E4lte
beauftragt, mit falschen Behauptungen und Unterstellungen die Zahlungen
verweigert, Versicherte gen=F6tigt, damit auf Teile der
Versicherungssumme verzichtet wird. Ich erz=E4hle da nicht irgend welche
Stories, sondern eine eigens, lebhaft erfahrene Situation. In meinem
Falle geht es, wohlverstanden, um eine staatlich verordnete
BVG-Versicherung und um eine Krankentaggeldversicherung. Leider wurden
beide Versicherungen bei der ,,Z=FCrich" abgeschlossen, was f=FCr mich
nachtr=E4glich ein grosses Klumpenrisiko darstellt. Versichere also nie
mehrere Risiken bei einer Versicherung! Weshalb ist in folgendem Fall
nachvollziehbar:
Am 30. Dezember 2002 konnte ich nicht zur Arbeit gehen, da es mir sehr
unwohl war und ich ein beklemmendes Gef=FChl in der Brustgegend
versp=FCrte.
Am 1. Januar 2003 erlitt ich eine Aorta-Dissektion A und =FCberlebte
dieses Ereignis als einer der wenigen, gl=FCcklicherweise. Seit 1.07.01
war ich f=FCr das BVG bei der Z=FCrich Versicherungen versichert.
Dasselbe gilt auch f=FCr das Krankentaggeld. Ein Jahr lang, bis Ende
2003, wurde von der ,,Z=FCrich" das Krankentaggeld konform der
Police bezahlt auf der Basis der effektiven Jahreslohnsumme. Im
Nachhinein bezweifelt die ,,Z=FCrich" den mittels Arbeitsvertrag per
1=2E 07.01 vereinbarten Lohn. ,,Z=FCrich" behauptet grundlos, es handle
sich in meinem Falle um einen ,,fiktiven" Lohn. Seit 1.1.04 zahlt
die Z=FCrich keine KTG aus, obwohl sie noch f=FCr weitere 12 Monate dazu
verpflichtet w=E4re und auch die BVG Leistungen werden trotz j=E4hrlicher
BVG-Ausweise mit einem korrekt deklarierten Jahreslohn von der
,,Z=FCrich" bestritten. Ich bin nun gezwungen, rechtlich zu klagen um
zu meinem Recht zu kommen. Die ,,Z=FCrich" machte einen
Vergleichsvorschlag, die Lohnsumme auf die H=E4lfte zu reduzieren. F=FCr
mich sind dies Mafia-Methoden und ich empfinde dies als eine infame
N=F6tigung. Die betreffenden Sachbearbeiter (Ziegler und Egloff)
bemerkten vor Zeugen, dass es f=FCr mich eine sehr teure und langwierige
Geschichte werde, fall ich in den Vorschlag nicht einwilligen werde. Es
ist zu sagen, dass die Arbeitgeberin die Lohnzahlungen nicht
regelm=E4ssig ausf=FChrte, in der Zwischenzeit aber den Verpflichtungen
vollumf=E4nglich nachgekommen ist. AHV-Meldungen, Lohnausweise und
Meldungen an die BVG Sammelstiftung etc. lauteten immer korrekt auf den
vertraglichen und auch ausbezahlten Jahreslohn. Auch die Lohnausweise
und meine Steuererkl=E4rungen basierten auf dem vertraglich vereinbarten
Lohn. Dies alles wird von der Z=FCrich ignoriert und bezweifelt. Meine
Lebensqualit=E4t ist eh schon beschr=E4nkt wegen den Folgen der
gerissenen und ersetzten Aorta. Nun noch diese Belastung, gegen einen
Grosskonzern anzuk=E4mpfen.
Also: traue keiner Versicherung, vor allem, wenn diese gar
,,Z=FCrich" heisst.
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