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Finances / Finanzen » de.etc.finanz.boerse.misc » quo vadis, DAX...
| quo vadis, DAX... [message #173902] |
Di, 25 November 2003 12:41 |
|
....in den nächsten Tagen? Trotz guter IFO-Daten nur moderater Zugewinn
habe ich eben gelesen, tja, überkauft oder nicht, das ist hier wohl die
Frage. Ich meine "ja", fraglich ist nur, ob auch die anderen
Marktteilnehmer das so sehen.
Gruß, Dominik
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173903 ] |
Di, 25 November 2003 13:30 |
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am Tue, 25 Nov 2003 12:41:11 +0100 schrieb Dominik Esser <Foppes [at] eplus-online.de>:
> ...in den nächsten Tagen? Trotz guter IFO-Daten nur moderater Zugewinn
> habe ich eben gelesen, tja, überkauft oder nicht, das ist hier wohl die
> Frage. Ich meine "ja", fraglich ist nur, ob auch die anderen
> Marktteilnehmer das so sehen.
Es kann nur aufwärts gehen, denn ich habs geschafft:
Engagement 0, Konto 100. (%)
Heinz
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173905 ] |
Di, 25 November 2003 15:18 |
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On 2003-11-25, Dominik Esser wrote:
> ...in den nächsten Tagen? Trotz guter IFO-Daten nur moderater Zugewinn
> habe ich eben gelesen, tja, überkauft oder nicht, das ist hier wohl die
> Frage. Ich meine "ja", fraglich ist nur, ob auch die anderen
> Marktteilnehmer das so sehen.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass der DAX das Niveau von 3.600 Punkten
nicht halten kann. In der kurzen Frist war der Test der Unterstützung
zunächst erfolgreich und der DAX ist genau an der 38-GD-Linie gedreht.
Die Aufwärtsbewegung der letzten Tage erfolgte jedoch unter geringen
Umsätzen, so dass fraglich ist, ob der Widerstand bei 3.800 Punkten
wirklich gebrochen werden kann. IMHO gibt es im besten Falle eher eine
Seitwärtsbewegung.
--
Jens Kubieziel http://www.kubieziel.de
|
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173908 ] |
Di, 25 November 2003 19:59 |
|
> ...in den nächsten Tagen? Trotz guter IFO-Daten nur moderater Zugewinn
> habe ich eben gelesen, tja, überkauft oder nicht, das ist hier wohl die
> Frage. Ich meine "ja", fraglich ist nur, ob auch die anderen
> Marktteilnehmer das so sehen.
sicherlich sind die ifo's gut herausgekommen - jedoch wurde ein höherer
anstieg erwartet. des weiteren waren die zahlen insgesamt uneinheitlich, was
widerum zur leichteren tendenz führte.
gruß,
marcel
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173910 ] |
Di, 25 November 2003 21:08 |
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Tachchen,
> wirklich gebrochen werden kann. IMHO gibt es im besten Falle eher eine
> Seitwärtsbewegung.
Ich erwarte sogar einen gewissen Abstieg. Der SPIEGEL hat heute die
US-Wirtschaft hochgelobt, der NASDAQ kommt abernicht so richtig zu
Potte. Ich habe mir mal ein paar Puts ins Depot gelegt.
Gruß, Dominik
|
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173912 ] |
Mi, 26 November 2003 08:46 |
|
>Es kann nur aufwärts gehen, denn ich habs geschafft:
>Engagement 0, Konto 100. (%)
>
Bei mir ca. 30% zu 70%
Ich bin auch der Meinung, dass es abwärt geht, deshalb wird es wohl
aufwärts gehen. Oder diesmal doch nicht???
Tschö,
Basti
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173920 ] |
Mi, 26 November 2003 22:13 |
|
Dominik Esser scripsit:
> [...] Der SPIEGEL hat heute die US-Wirtschaft hochgelobt, [...]
Zahlen ...
Aber anders als noch vor zwei Jahren sind die "Experten" jetzt zum grossen Teil
skeptisch. Seit zwei Jahren wird ja über eine steigende Verschuldung versucht
die Konjunktur anzukurbeln, nun hat sich auch der Gerhard S. seinem
Lieblingsfeind zumindest auf diesem Gebiet angepasst und sich dabei sogar gegen
Brüssel durchsetzen können!
Da hat er aber Glück gehabt dass hier in D der hedonische Ansatz der
US-Amerikaner in den letzten Jahren zwar vermehrt diskutiert wurde seiner
Einführung aber noch immer harrt. Denn so hätte ja leicht aus einer Rezession,
die als Begründung gegenüber Brüssel herhalten musste, eine beachtliche
Wachstumrate in den letzten Jahren errechnet werden können, nicht wahr? :o)
Nun ja, ein Kanzler lebt nicht nur vom Können.
> Ich habe mir mal ein paar Puts ins Depot gelegt.
Mmh. In wieweit ist eigentlich ein Szenario wie in
http://groups.google.com/groups?selm=ab1kgn$ehv5b$1 [at] ID-13436 0.news.dfncis.de
beschrieben mittlerweile überholt?
Ich möchte natürlich die vorweihnachtlich Ruhe nur ungern durch eine
Fundamentaldiskussion stören. :o)
Gruß
Michael
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173931 ] |
Do, 27 November 2003 08:24 |
|
Tachchen,
[Schuldenmacherei]
wen intzeressieren die Schulden? Das war schon vor Jahren Dein
Lieblingsthema, aber das Vertrauen in einen von Schulden getragenen
amerikanischen Wirtschaftaufschwung wächst. Solange man in der eigenen
Währung bei den eigenen Bürgern verschuldet ist interessiert das doch
nicht mal die Ratingagenturen.
Auch Clinton hat Schulden gemacht, der ausgeglichene Haushalt ist doch
Legende.
> Mmh. In wieweit ist eigentlich ein Szenario wie in
> http://groups.google.com/groups?selm=ab1kgn$ehv5b$1 [at] ID-13436 0.news.dfncis.de
> beschrieben mittlerweile überholt?
gar nicht mehr so sehr, ich vetraue doch darauf, das wnigstens die
Bilanzen bereinigt sind. Mittlerweile glaube ich sogar selber an den
Aufschwung, nur dürfte der eben schon zum großen Teil eingepreist sein.
> Ich möchte natürlich die vorweihnachtlich Ruhe nur ungern durch eine
> Fundamentaldiskussion stören. :o)
"vorweihnachtliche Ruhe", so was kenne ich gar nicht.
Gruß, Dominik
|
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|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173933 ] |
Do, 27 November 2003 09:40 |
|
Dominik Esser schrieb:
> wen intzeressieren die Schulden? Das war schon vor Jahren Dein
> Lieblingsthema, aber das Vertrauen in einen von Schulden getragenen
> amerikanischen Wirtschaftaufschwung wächst. Solange man in der eigenen
> Währung bei den eigenen Bürgern verschuldet ist interessiert das doch
> nicht mal die Ratingagenturen.
Das dürfte in D noch zum größten Teil der Fall sein. Die USA sind
dagegen massiv im Ausland verschuldet. Sollten die Ausländer mal ihr
Geld nicht mehr dort anlegen wollen, wird es massive Probleme geben.
Gruß
Sigrid
--
************** http://www.sigrid-woersdoerfer.de **************
Unter http://www.opensteuer.de werden noch Mitstreiter bei der
Erstellung eines Einkommensteuer-Programms unter Linux gesucht.
Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173936 ] |
Do, 27 November 2003 10:18 |
|
Sigrid Wörsdörfer scripsit:
>> wen intzeressieren die Schulden? [...]
> Das dürfte in D noch zum größten Teil der Fall sein. Die USA sind
> dagegen massiv im Ausland verschuldet. Sollten die Ausländer mal ihr
> Geld nicht mehr dort anlegen wollen, wird es massive Probleme geben.
Das wird ja schon seit x Jahren diskutiert, was zB passieren würde wenn "die
Japaner" einen Teil ihrer Investitionen aus den USA abziehen würden. Wundert
mich schon dass Dominik das ignoriert.
Im übrigen bin ich der Meinung dass eine hohe Staatsverschuldung (und davon
sprechen wir!) immer von Nachteil ist. Man sollte sich in dem Zusammenhang auch
einmal vor Augen führen dass D heute immer noch die Konjunkturprogramme der 70er
Jahre abbezahlt.
Gruß
Michael
|
|
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| Re: quo vadis, DAX... [message #173950 ] |
Do, 27 November 2003 13:26 |
|
Michael Blunck schrieb am 27.11.2003, 10:18 Uhr:
> Im übrigen bin ich der Meinung dass eine hohe Staatsverschuldung (und
> davon sprechen wir!) immer von Nachteil ist.
Ack.
> Man sollte sich in dem
> Zusammenhang auch einmal vor Augen führen dass D heute immer noch die
> Konjunkturprogramme der 70er Jahre abbezahlt.
So? Ich dachte, D hätte Ende der 60er (unter Strauß als FM) das letzte
Mal wirklich Schulden getilgt?!
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173951 ] |
Do, 27 November 2003 13:24 |
|
Michael Blunck schrieb am 26.11.2003, 22:13 Uhr:
> Dominik Esser scripsit:
>
>> [...] Der SPIEGEL hat heute die US-Wirtschaft hochgelobt, [...]
>
> Zahlen ...
Tralala-Zahlen, wenn ich korrigieren darf. Frei nach dem Handelsblatt.
Und die Gewinne, die die US-Firmen auszuweisen pflegen sind Tralala-
Gewinne. Köstlich.
> Aber anders als noch vor zwei Jahren sind die "Experten" jetzt zum
> grossen Teil skeptisch.
M.E. wird dem Braten zurecht nicht getraut.
> Seit zwei Jahren wird ja über eine steigende
> Verschuldung versucht die Konjunktur anzukurbeln, nun hat sich auch
> der Gerhard S. seinem Lieblingsfeind zumindest auf diesem Gebiet
> angepasst und sich dabei sogar gegen Brüssel durchsetzen können!
Das könnte den Abwertungswettlauf der großen Währungen noch
beschleunigen.
> Da hat er aber Glück gehabt dass hier in D der hedonische Ansatz der
> US-Amerikaner in den letzten Jahren zwar vermehrt diskutiert wurde
> seiner Einführung aber noch immer harrt. Denn so hätte ja leicht aus
> einer Rezession, die als Begründung gegenüber Brüssel herhalten
> musste, eine beachtliche Wachstumrate in den letzten Jahren errechnet
> werden können, nicht wahr? :o)
Man könnte ja hierzulande die BIP-Wachstumrate in "dekadisierter" Form
ausweisen. Dann wäre man den Amis in puncto Statistik mal voraus. ;-)
> Mmh. In wieweit ist eigentlich ein Szenario wie in
>
> http://groups.google.com/groups?selm=ab1kgn$ehv5b$1 [at] ID-13436 0.news.dfn
> cis.de
>
> beschrieben mittlerweile überholt?
Eigentlich gar nicht. Vielleicht sind die Verbindlichkeiten in der einen
oder anderen Bilanz mittlerweile etwas zurückgeführt worden. Aber im
großen und ganzen bleibe ich bei meinem Urteil: Das dicke Ende kommt erst
noch. Lassen wir zunächst mal die Echo-Rally auslaufen. Neue düstere
Wolken in Form von Handelsbeschränkungen, Strafzöllen, etc. tauchen ja
bereits am Horizont auf.
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173953 ] |
Do, 27 November 2003 14:00 |
|
Wolfgang Garbe scripsit:
>> Man sollte sich in dem
>> Zusammenhang auch einmal vor Augen führen dass D heute immer noch
>> die Konjunkturprogramme der 70er Jahre abbezahlt.
> So? Ich dachte, D hätte Ende der 60er (unter Strauß als FM) das
> letzte Mal wirklich Schulden getilgt?!
:o)
Was verstehst du unter "wirklich Schulden tilgen"? Mir hat der Bund schon manche
endfällige Anleihe zurückgezahlt, ohne dass Franz-Josef unterzeichnet hätte ...
Man kann natürlich der Ansicht sein dass Schuldentilgung durch Neuverschuldung
kein "wirklicher" Schuldenabbau sei, da stehen wir uns aber gar nicht so fern in
der Sache.
Gruß
Michael
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173954 ] |
Do, 27 November 2003 14:06 |
|
Wolfgang Garbe scripsit:
>> Zahlen ...
> Tralala-Zahlen, wenn ich korrigieren darf. Frei nach dem
> Handelsblatt. Und die Gewinne, die die US-Firmen auszuweisen
> pflegen sind Tralala- Gewinne. Köstlich.
:o)
[Abwertungswettlauf geschnippt, sollte mal gesondert diskutiert werden, ach ja
....]
[hedonische und annualisierte Verfahren in der Berechnung des BIP]
> Man könnte ja hierzulande die BIP-Wachstumrate in "dekadisierter"
> Form ausweisen. Dann wäre man den Amis in puncto Statistik mal
> voraus. ;-)
Eine sehr gute Idee, damit bekämest du den Wirtschaftsnobelpreis und nicht
dieser Guru. :o)
[Verfassung der Weltwirtschaft]
> Aber im großen und ganzen bleibe ich bei meinem Urteil: Das dicke
> Ende kommt erst noch. Lassen wir zunächst mal die Echo-Rally
> auslaufen. Neue düstere Wolken in Form von Handelsbeschränkungen,
> Strafzöllen, etc. tauchen ja bereits am Horizont auf.
Eine Aussicht die sogar FED-Allen umtreibt wenn er dafür extra sein
Redemanuskript im Koffer lässt ... Einige seiner verklausulierten Andeutungen
fand ich übrigens hochinteressant.
Gruß
Michael
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173955 ] |
Do, 27 November 2003 14:04 |
|
Michael Blunck <michael.blunck [at] ewetel.net> wrote:
> Dominik Esser scripsit:
>
>> [...] Der SPIEGEL hat heute die US-Wirtschaft hochgelobt, [...]
>
> Zahlen ...
Ich empfehle hierzu auch
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16160/1.html und die Links im
Artikel. Aber Herr Richebächer wurde ja auch von dir schon mehrfach hier
zitiert.
--
Jens Kubieziel http://www.kubieziel.de
FdI#61: Echtzeitberechnung
Kaffee kochen gehen
Sebastian Kokemohr-Schmidt (sks [at] vod.north.de)
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173956 ] |
Do, 27 November 2003 14:44 |
|
Tach Wolfgang,
> Das könnte den Abwertungswettlauf der großen Währungen noch
> beschleunigen.
Abwertung gegen wen oder was?
Gruß, Dominik
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173957 ] |
Do, 27 November 2003 14:40 |
|
"Michael Blunck" <michael.blunck [at] ewetel.net> schrieb
> > Das dürfte in D noch zum größten Teil der Fall sein. Die USA sind
> > dagegen massiv im Ausland verschuldet. Sollten die Ausländer mal ihr
> > Geld nicht mehr dort anlegen wollen, wird es massive Probleme geben.
>
> Das wird ja schon seit x Jahren diskutiert, was zB passieren würde wenn "die
> Japaner" einen Teil ihrer Investitionen aus den USA abziehen würden. Wundert
> mich schon dass Dominik das ignoriert.
Du mußt das im größeren Maßstab sehen. Die Staatsschulden lasten
schließlich nicht auf den Unternehmen, sondern auf der Wehrung.
Welchen Nutzen sollte jemand auf dieser Welt von einen schwachen
Dollar haben?
Frank
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173959 ] |
Do, 27 November 2003 15:02 |
|
Michael Blunck schrieb am 27.11.2003, 14:06 Uhr:
[kritische Verfassung der Weltwirtschaft]
> Eine Aussicht die sogar FED-Allen umtreibt wenn er dafür extra sein
> Redemanuskript im Koffer lässt ... Einige seiner verklausulierten
> Andeutungen fand ich übrigens hochinteressant.
Welche denn? Ich war gestern gerade nicht da, als er sein Beige Book
vorlegte.
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173960 ] |
Do, 27 November 2003 14:58 |
|
Michael Blunck schrieb am 27.11.2003, 14:00 Uhr:
> Was verstehst du unter "wirklich Schulden tilgen"?
Nicht nur die Zinsen zu bedienen, sondern auch die eigentliche Schuld
zurückführen. Möglichst mit erwirtschafteten Haushaltsüberschüssen.
> Mir hat der Bund
> schon manche endfällige Anleihe zurückgezahlt, ohne dass Franz-Josef
> unterzeichnet hätte ...
So lange sich immer noch ein nächster findet, der bereit ist, in Vater
Staat zu investieren, kein Problem. Aber das Beispiel Argentinien zeigt,
dass es auch flott anders gehen kann.
> Man kann natürlich der Ansicht sein dass Schuldentilgung durch
> Neuverschuldung kein "wirklicher" Schuldenabbau sei, da stehen wir
> uns aber gar nicht so fern in der Sache.
Eben.
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173961 ] |
Do, 27 November 2003 15:43 |
|
Tach Wolfgang,
> Aber das Beispiel Argentinien zeigt,
> dass es auch flott anders gehen kann.
und eben das ist nicht vergleichbar.
Gruß, Dominik
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173964 ] |
Do, 27 November 2003 16:15 |
|
Jens Kubieziel scripsit:
DE:
>>> [...] Der SPIEGEL hat heute die US-Wirtschaft hochgelobt, [...]
"wen intzeressieren die Schulden? " (DE)
> Ich empfehle hierzu auch
> http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16160/1.html
Dank. Hatte ich auch gelesen. Allerdings konnte ich mich nicht des Verdachts
erwehren dies wäre ein recycleter Artikel. Wirklich neue Zahlen (und
Satzsplitter) darf man ja mit der Lupe suchen. :o)
> und die Links im Artikel.
Ohne Abo bei der WP nützt niemandem ein Link auf einen dortigen Artikel.
> Aber Herr Richebächer wurde ja auch von dir schon
> mehrfach hier zitiert.
Ich halte Richebächer für sehr kompetent wennauch er natürlich immer gerne aus
einem ganz bestimmten Blickwinkel zitiert wird und auch wenn hier (wieder
einmal) "uralte" Beiträge von ihm angeführt werden..
Rüstungsausgaben sind volkswirtschaftlich gesehen natürlich immer sinnlos. Und
gerade in der Disziplin der Ausgabensteigerungen - "auf Pump" - für
Rüstungszwecke ist die Regierung Bush ja Weltmeister.
Ansonsten leider nichts Neues. Dies konnte man auch schon vor Jahren in defbm
lesen. :o)
Gruß
Michael
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173971 ] |
Do, 27 November 2003 18:20 |
|
Dominik Esser schrieb am 27.11.2003, 15:43 Uhr:
[Vergleich Verschuldung ARG mit D]
>> Aber das Beispiel Argentinien zeigt,
>> dass es auch flott anders gehen kann.
>
> und eben das ist nicht vergleichbar.
Das hatten wir - wimre - in einem Argentinien-Thread vor einem halben
Jahr schon einmal diskutiert. Ergebnis war, dass eines schönen Tages auch
wir die Rechnung präsentiert bekommen werden - in welcher Form auch
immer.
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173972 ] |
Do, 27 November 2003 18:16 |
|
Dominik Esser schrieb am 27.11.2003, 14:44 Uhr:
> Tach Wolfgang,
>
>> Das könnte den Abwertungswettlauf der großen Währungen noch
>> beschleunigen.
>
> Abwertung gegen wen oder was?
Gegenüber Währungen derjenigen Länder, die eine i.V. solidere
Finanzpolitik an den Tag legen. Ich denke da so an GB, Australien -
habe es aber nicht wirklich überprüft.
Suchst Du etwa Anlagemöglichkeiten für Currency-Warrants? :-)
Gruß,
Wolfgang
--
Keiner kommt hier lebend raus.
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173974 ] |
Do, 27 November 2003 19:38 |
|
TAch Wolfgang,
> Suchst Du etwa Anlagemöglichkeiten für Currency-Warrants? :-)
kann ich damit ohne Risiko reich werden? *g
Gruß, Dominik
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173975 ] |
Do, 27 November 2003 19:57 |
|
Frank Müller wrote:
> Die Staatsschulden lasten
> schließlich nicht auf den Unternehmen, sondern auf der Wehrung.
> Welchen Nutzen sollte jemand auf dieser Welt von einen schwachen
> Dollar haben?
Aus amerikanischer Sicht: Quasi "natürliche" Unterstützung protek-
tonistischer Tendenzen - die bösen Importe verteuern sich auch ohne
Strafzöllen. Ebenso können amerikanische verbilligen sich amerika-
nische Exporte auf dem Weltmarkt, was die ebenso protektionisti-
schen Gegenzölle aushebelt. Und schon geht es der amer. Wirtschaft
kurzfristig besser, was GWB erfreuen dürfte (langfristige Aspekte
spielen dabei naturgemäß keinerlei Rolle).
CU
Thorsten
--
Thorsten Fuehring
thorsten.devnull [at] gmx.de is a valid address. All mail send to this
address will be ignored, though. If you want to contact me by mail
please replace "devnull" with "fuehring".
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173979 ] |
Do, 27 November 2003 21:30 |
|
"Thorsten Fuehring" <thorsten.devnull [at] gmx.de> schrieb
> > Die Staatsschulden lasten
> > schließlich nicht auf den Unternehmen, sondern auf der Währung.
> > Welchen Nutzen sollte jemand auf dieser Welt von einen schwachen
> > Dollar haben?
>
> Aus amerikanischer Sicht: Quasi "natürliche" Unterstützung protek-
> tonistischer Tendenzen - die bösen Importe verteuern sich auch ohne
> Strafzöllen. Ebenso können amerikanische verbilligen sich amerika-
> nische Exporte auf dem Weltmarkt, was die ebenso protektionisti-
> schen Gegenzölle aushebelt. Und schon geht es der amer. Wirtschaft
> kurzfristig besser, was GWB erfreuen dürfte (langfristige Aspekte
> spielen dabei naturgemäß keinerlei Rolle).
Das Problem dabei ist nur das USA kein Exportland ist,
die importieren mehr als sie exportieren, und ihr größter
Markt ist der Binnenmarkt. Fällt der Dollar, läßt die
Kaufkraft in USA nach, damit auch die Binnennachfrage,
Importe werden zurück gehen, entweder wegen der schwachen
Binnennachfrage oder wegen des schwachen Dollars, das
kann auf Grund der Größe der amerikanischen Wirtschaft zu
einen weltweiten Problem werden, und deshalb wird der
Dollar massiv gestützt, vor allem von großen Exportländern
wie China und Japan.
Sollte der Dollar sich weiter abschwächen, würde ich nicht
von einer Belebung der amerikanischen Wirtschaft ausgehen,
auch nicht kurzfristig. Höchstens in ganz wenigen Branchen
wie Software, die das ganze aber nicht wegkaschieren
werden.
Frank
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173989 ] |
Fr, 28 November 2003 07:44 |
|
Tach Frank,
> Das Problem dabei ist nur das USA kein Exportland ist,
> die importieren mehr als sie exportieren, und ihr größter
> Markt ist der Binnenmarkt. Fällt der Dollar, läßt die
> Kaufkraft in USA nach, damit auch die Binnennachfrage,
> Importe werden zurück gehen, entweder wegen der schwachen
> Binnennachfrage oder wegen des schwachen Dollars, das
> kann auf Grund der Größe der amerikanischen Wirtschaft zu
> einen weltweiten Problem werden, und deshalb wird der
> Dollar massiv gestützt, vor allem von großen Exportländern
> wie China und Japan.
Naja, man könnte auch argumentieren, daß ein schwacher Dollar den
Amerikanern die Chance zum Export und damit zum Abbau des
Außenhandelsdefizit gibt. Die Frage ist nun (und das wir keiner der
Wirtschaftfuzzis beantworten können), welcher Effekt überwiegt.
Gruß, Dominik
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173993 ] |
Fr, 28 November 2003 11:00 |
|
am Thu, 27 Nov 2003 16:15:15 +0100 schrieb "Michael Blunck"
<michael.blunck [at] ewetel.net>:
> Rüstungsausgaben sind volkswirtschaftlich gesehen natürlich immer sinnlos.
> [...]
äh...? Ist dann nicht _alles_ "volkswirtschaftlich sinnlos"?
Oder ist nicht doch das Gegenteil der Fall: Was
hergestellt und verkauft wird, ist dazu bestimmt, verbraucht
zu werden oder kaputt zu gehen, auf dass neu gekauft werden
muss. Investitionen, z.B. in Produktionsanlagen, dienen zur
Erzeugung von Gütern der ersten Kategorie, und auch letztere
haben zu veralten oder zu verschleissen...
Insofern sind doch Rüstungsgüter - erst recht bei bestimmungs-
gemäßem Gebrauch - die volkswirtschaftlich "wertvollsten"
Dinge. Zumal sie auch im jeweiligen Zielgebiet Bedarf schaffen.
Heinz
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #173999 ] |
Fr, 28 November 2003 10:24 |
|
"Dominik Esser" <Foppes [at] eplus-online.de> schrieb
> Naja, man könnte auch argumentieren, daß ein schwacher Dollar den
> Amerikanern die Chance zum Export und damit zum Abbau des
> Außenhandelsdefizit gibt.
So schnell kann man eine Wirtschaft nicht umstellen.
Frank
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #174000 ] |
Fr, 28 November 2003 12:36 |
|
Tach Frank,
>>Naja, man könnte auch argumentieren, daß ein schwacher Dollar den
>>Amerikanern die Chance zum Export und damit zum Abbau des
>>Außenhandelsdefizit gibt.
>
> So schnell kann man eine Wirtschaft nicht umstellen.
klar, aber so haben tatsächlich einige Wirtschaftsfuzzis argumentiert.
Gruß, Dominik
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #174018 ] |
Sa, 29 November 2003 01:24 |
|
Frank Müller wrote:
> "Thorsten Fuehring" <thorsten.devnull [at] gmx.de> schrieb
>
>
>>>Die Staatsschulden lasten
>>>schließlich nicht auf den Unternehmen, sondern auf der Währung.
>>>Welchen Nutzen sollte jemand auf dieser Welt von einen schwachen
>>>Dollar haben?
>>
>>Aus amerikanischer Sicht: Quasi "natürliche" Unterstützung protek-
>>tonistischer Tendenzen - die bösen Importe verteuern sich auch ohne
>>Strafzöllen. Ebenso können amerikanische verbilligen sich amerika-
>>nische Exporte auf dem Weltmarkt, was die ebenso protektionisti-
>>schen Gegenzölle aushebelt. Und schon geht es der amer. Wirtschaft
>>kurzfristig besser, was GWB erfreuen dürfte (langfristige Aspekte
>>spielen dabei naturgemäß keinerlei Rolle).
>
>
> Das Problem dabei ist nur das USA kein Exportland ist,
> die importieren mehr als sie exportieren, und ihr größter
> Markt ist der Binnenmarkt.
Wie man bei Zöllen auf Stahl und chinesische BHs sieht, sind
solche Überlegungen von allenfalls nachrangiger Bedeutung.
In Amiland produzierte Autos werden dadurch teurer und weniger
konkurrenzfähig; aber es zählt, (1) dass es Importe gibt und
(2) sich Zölle wunderbar populistisch ausschlachten lassen,
z.B. mit der (vorläufigen) Rettung von Arbeitsplätzen in der
Stahlindustrie.
In der Politik ist halt die langfristigste Perspektive der
nächste Wahltermin und nicht die Gesundung der Volkswirtschaft.
CU
Thorsten
--
Thorsten Fuehring
thorsten.devnull [at] gmx.de is a valid address. All mail send to this
address will be ignored, though. If you want to contact me by mail
please replace "devnull" with "fuehring".
|
|
|
| Re: quo vadis, DAX... [message #174081 ] |
Mi, 03 Dezember 2003 15:57 |
|
Heinz Brueckner scripsit:
>> Rüstungsausgaben sind volkswirtschaftlich gesehen natürlich immer
>> sinnlos. [...]
> [...] ist nicht doch das Gegenteil der Fall: Was
> hergestellt und verkauft wird, ist dazu bestimmt, verbraucht
> zu werden oder kaputt zu gehen, auf dass neu gekauft werden
> muss. [...]
> Insofern sind doch Rüstungsgüter - erst recht bei bestimmungs-
> gemäßem Gebrauch - die volkswirtschaftlich "wertvollsten"
> Dinge. Zumal sie auch im jeweiligen Zielgebiet Bedarf schaffen.
Kann es sein dass du "volkswirtschaftlich" mit "betriebswirtschaftlich"
velwechserst? :o)
Gruß
Michael
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| Re: quo vadis, DAX... [message #174096 ] |
Mi, 03 Dezember 2003 21:23 |
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am Wed, 3 Dec 2003 15:57:16 +0100 schrieb "Michael Blunck"
<michael.blunck [at] ewetel.net>:
> Kann es sein dass du "volkswirtschaftlich" mit "betriebswirtschaftlich"
> velwechserst? :o)
Immer.
Heinz
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