Sprinkler Systems Uhaul move Lawn care Roses and trees Ford Parts Chrysler Parts Lake Powell New IPod Touch Apps New IPhone Apps IPhone Apps IPad Information IPad Apps Android APPS Android Games APPS Android Systems Android Tablets APPS and Beyond Smartphone Apps Smartphone Games Apps Repair and Tools Tablet PC Car Sharing Car Leasing Tabler Pc Fly Fishing Toyota Cars Vacation Rentals Stock market NYSE SSE Stock Freight & Shipping News Gluten Lactose Gout My Coupon Life Campgrounds Check Outdoor Kitchen Design and Redoo Bath Remodeling Palm Springs Las Vegas Vacation Tipps Lake Powell Boating Homes for lease
Finances / Finanzen » de.etc.finanz.boerse.misc » Gericht verurteilt Consors
Gericht verurteilt Consors [message #174076] Mi, 03 Dezember 2003 10:00
Jens Lippmann  
Ein Anleger kann von seinem Online-Broker Schadensersatz fordern, wenn ihm
auf Grund technischer Probleme der Bank ein Gewinn entgeht. Das Urteil des
Oberlandesgerichtes Nürnberg gegen Consors sorgt für Aufsehen.

http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,276567, 00.html
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174083 ] Mi, 03 Dezember 2003 15:59
Michael Blunck  
Jens Lippmann scripsit:

> http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,276567, 00.html

> [...] Das Urteil des Oberlandesgerichtes Nürnberg gegen Consors
> sorgt für Aufsehen.

Dass wir auf See und vor Gericht in "Gottes Hand" sind wissen wir ja, dies ist
ME ein tatsächlich in vielerlei Hinsicht "aufsehenerregendes" Urteil.

Gar nicht mal in erster Linie wegen des unerwartet "verbraucherfreundlichen"
Tenors.

Im konkreten Fall scheint das OLG Nürnberg aber recht seltsame Masstäbe an die
Beweispflicht des Klägers (hier zuungunsten der Beklagten) gestellt zu haben:

Die Frage des Schadenersatzes für ein nicht-getätigtes Geschäft (nur mit
Gewinn?) hängt mE immer vom angenommenen, also fiktiven Zeitpunkt des
Gegengeschäftes ab. Hier ist man also der "Willkür" des Gerichtes in besonderem
Masse ausgeliefert zB wenn ein Gericht den Tag der letzten mündlichen
Verhandlung als Stichtag festsetzt (!), oder wie hier geschehen einen
gleichlautenden Verkauf aus dem übrigen Aktienbestand des Klägers als fiktiven
Verkaufszeitpunkt annimmt.

Dass das Gericht ein Mitverschulden des Klägers ausgeschlossen hatte, sogar
obwohl dieser sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht zum Kauf der Aktien zu
einem ähnlich günstigen Kurs entschied (!) zeigt mE sehr schön in welchem
spekulativen Terrain man sich hier bewegt hat. :o)

Gruß
Michael
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174091 ] Mi, 03 Dezember 2003 17:13
Dominik Esser  
Tachchen,

> Dass das Gericht ein Mitverschulden des Klägers ausgeschlossen hatte, sogar
> obwohl dieser sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht zum Kauf der Aktien zu
> einem ähnlich günstigen Kurs entschied (!) zeigt mE sehr schön in welchem
> spekulativen Terrain man sich hier bewegt hat. :o)

HAbe ich zuerst auch gedacht, aber immerhin kennen wir den Hintergrund
nicht. Vielleicht hatte er sein Geld schon anderweitig ausgegeben.

Gruß, Dominik
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174093 ] Mi, 03 Dezember 2003 18:02
helmut karlowski  
Michael Blunck wrote:

> Gar nicht mal in erster Linie wegen des unerwartet "verbraucherfreundlichen"
> Tenors.

Fand ich auch erstaunlich. Immerhin stehen die jetzt unter Druck, ihr
System am Laufen zu halten. Es kommt also allen zugute.

Könnte man jetzt alle Ausfallzeiten raussuchen, und Consors wegen
verhinderter Geschäfte verklagen?

-Helmut
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174095 ] Mi, 03 Dezember 2003 19:44
Thomas Bliesener  
begin quoting, Michael Blunck schrieb:
> Die Frage des Schadenersatzes für ein nicht-getätigtes Geschäft (nur mit
> Gewinn?)

Eine interessante Frage. Wenn aufgrund eines Verschuldens der Bank nun
ein Geschäft nicht ausgeführt wurde, das zu einem Verlust geführt hätte,
kann sie dann vom Kunden Schadensersatz verlangen? Oder der mögliche
Käufer?
--
bli
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174108 ] Fr, 05 Dezember 2003 04:05
schlueter  
Am/On Wed, 3 Dec 2003 15:59:13 +0100, "Michael Blunck"
<michael.blunck [at] ewetel.net> schrieb/wrote:

> Jens Lippmann scripsit:
>
> > http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,276567, 00.html
>
> > [...] Das Urteil des Oberlandesgerichtes Nürnberg gegen Consors
> > sorgt für Aufsehen.
>
> Dass wir auf See und vor Gericht in "Gottes Hand" sind wissen wir ja, dies ist
> ME ein tatsächlich in vielerlei Hinsicht "aufsehenerregendes" Urteil.
>
> Gar nicht mal in erster Linie wegen des unerwartet "verbraucherfreundlichen"
> Tenors.
>
> Im konkreten Fall scheint das OLG Nürnberg aber recht seltsame Masstäbe an die
> Beweispflicht des Klägers (hier zuungunsten der Beklagten) gestellt zu haben:
>
> Die Frage des Schadenersatzes für ein nicht-getätigtes Geschäft (nur mit
> Gewinn?) hängt mE immer vom angenommenen, also fiktiven Zeitpunkt des
> Gegengeschäftes ab. Hier ist man also der "Willkür" des Gerichtes in besonderem
> Masse ausgeliefert zB wenn ein Gericht den Tag der letzten mündlichen
> Verhandlung als Stichtag festsetzt (!), oder wie hier geschehen einen
> gleichlautenden Verkauf aus dem übrigen Aktienbestand des Klägers als fiktiven
> Verkaufszeitpunkt annimmt.

Letzteres ist durchaus plausibel. Papiere, die der Kläger nicht hat,
kann er natürlich nicht verkaufen, er hätte sie aber verkaufen können,
wenn er sie besessen hätte. Und daß er sie ebenfalls verkauft hätte,
als er seinen diesbezüglich übrigen Bestand abgestoßen hat, ist nicht
zu widerlegen.

> Dass das Gericht ein Mitverschulden des Klägers ausgeschlossen hatte, sogar
> obwohl dieser sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht zum Kauf der Aktien zu
> einem ähnlich günstigen Kurs entschied (!) zeigt mE sehr schön in welchem
> spekulativen Terrain man sich hier bewegt hat. :o)

Da gebe ich Dir recht. Der Kläger ist m.E. seiner
Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen. Aber um das abschließend
beurteilen zu können, müßte man schon den genauen Vortrag der Parteien
kennen. Deshalb sind Presseartikel, die sich mit der Wiedergabe von
Urteilen befassen, immer mit großer Vorsicht zu genießen.

--
Jürgen Schlüter
Westphalia, Germany
PGP: 0x5658AE4C
ICQ: 6274154
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174109 ] Fr, 05 Dezember 2003 04:16
schlueter  
Am/On Fri, 05 Dec 2003 04:05:03 +0100, Jürgen S. <schlueter [at] mail.com>
schrieb/wrote:

[..]

> Da gebe ich Dir recht. Der Kläger ist m.E. seiner
> Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen. Aber um das abschließend
> beurteilen zu können, müßte man schon den genauen Vortrag der Parteien
> kennen. Deshalb sind Presseartikel, die sich mit der Wiedergabe von
> Urteilen befassen, immer mit großer Vorsicht zu genießen.

Ergänzend, da Du ja an anderer Stelle schon zur Klage rätst:

Für ein paar Euro kann beim jeweiligen Gericht -bei Vorliegen eines
berechtigten Interesses, was bei beabsichtigter Klage aus ähnlichem
Grund gegeben ist- eine Abschrift des Urteils (Aktenzeichen angeben)
angefordert werden. So hat man die Möglichkeit, zunächst selbst die
Erfolgsaussichten einer Klage zu prüfen.

Das Urteil ist auch für den bearbeitenden Rechtsanwalt interessant. In
der Regel kennt er solche frischen Urteile überhaupt nicht.

--
Jürgen Schlüter
Westphalia, Germany
PGP: 0x5658AE4C
ICQ: 6274154
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174116 ] Fr, 05 Dezember 2003 11:12
Michael Blunck  
Jürgen S. scripsit:

>> Aber um das abschließend beurteilen zu können, müßte man schon
>> den genauen Vortrag der Parteien kennen. Deshalb sind Presseartikel,
>> die sich mit der Wiedergabe von Urteilen befassen, immer mit großer
>> Vorsicht zu genießen.

Da gebe ich dir in vollem Unfang recht. Wir müssten schon das Urteil selber
lesen. Leider ist im Netz diesbezüglich noch nichts zu finden.

> Für ein paar Euro kann beim jeweiligen Gericht -bei Vorliegen eines
> berechtigten Interesses, was bei beabsichtigter Klage aus ähnlichem
> Grund gegeben ist- eine Abschrift des Urteils (Aktenzeichen angeben)
> angefordert werden. So hat man die Möglichkeit, zunächst selbst die
> Erfolgsaussichten einer Klage zu prüfen.

Eine gute Idee. Leider wissen wir aber auch das Aktenzeichen nicht. :|

> Das Urteil ist auch für den bearbeitenden Rechtsanwalt interessant.
> In der Regel kennt er solche frischen Urteile überhaupt nicht.

Wohl wahr.

Gruß
Michael
Re: Gericht verurteilt Consors [message #174123 ] Fr, 05 Dezember 2003 23:44
schlueter  
Am/On Fri, 5 Dec 2003 11:12:23 +0100, "Michael Blunck"
<michael.blunck [at] ewetel.net> schrieb/wrote:

[..]

> Eine gute Idee. Leider wissen wir aber auch das Aktenzeichen nicht. :|

Doch. Das Aktenzeichen ist in der MM-Quelle genannt:

8 U 36/03 OLG Nürnberg (Urteil v. 24.11.2003)

Es bedeuten:

"8" = 8. Zivilsenat
"U" = Berufung in Zivilsachen
"36"= Lfde Nr
"03"= Jahr (2003)

--
Jürgen Schlüter
Westphalia, Germany
PGP: 0x5658AE4C
ICQ: 6274154
Vorheriges Thema:120 Kurse für DAXA-Chart
Nächstes Thema:Artikel aus "Aktionärs-News" der SdK
Gehe zu:
  


aktuelle Zeit: Mi Mai 23 08:37:35 CEST 2012

Insgesamt benötigte Zeit, um die Seite zu erzeugen: 0,04636 Sekunden
.:: Startseite - Hinweise - Impressum - Links ::.

Powered