| ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174235] |
Fr, 12 Dezember 2003 21:33 |
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hallo,
ich verstehe irgendwie nicht, wie sich ein Fondsparplan
rechnen soll. Man zahlt z.B. monatlich 100 Euro ein und
erwirbt Anteile zum aktuellen Kurs. Das hat doch nur Nachteile.
Ich sehe das gerade an der Fondgeb. LV meiner Mutter.
1991 abgeschlossen. Insgesamt 4639,-Euro eingezahlt und
hat jetzt 35 Anteile zum Wert von 94,13 Euro (Frankfurter Effektenfond)
Das sind gerade mal 3253,-Euro . (alles Dez. 2002) .
Sie hat also satte 30% Verlust gemacht. Gut eine Versicherung
zieht noch hohe Gebühren usw. ab. Aber ein Blick auf den Chart
dieses Fond zeigt doch die Schwäche von Fondsparplänen oder LV.
Man kauft zu jeder Zeit Anteile, auch wenn der Kurs total hoch ist.
Dann fällt er wieder und man macht gigantische Verluste. Bei dem Fond
in der besagte LV war es genauso . 1999/2000 ein Wert von 205,-Euro und
jetzt ca. 100,-Euro.
Oder mache ich irgendwie einen Denkfehler?
gruß
Kurt
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174236 ] |
Fr, 12 Dezember 2003 21:42 |
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"Kurt Schwesig" <kurtschwesig [at] gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:brd8nd$kdm$00$1 [at] news.t-online.com...
> hallo,
>
> ich verstehe irgendwie nicht, wie sich ein Fondsparplan
> rechnen soll. Man zahlt z.B. monatlich 100 Euro ein und
> erwirbt Anteile zum aktuellen Kurs. Das hat doch nur Nachteile.
> Ich sehe das gerade an der Fondgeb. LV meiner Mutter.
> 1991 abgeschlossen. Insgesamt 4639,-Euro eingezahlt und
> hat jetzt 35 Anteile zum Wert von 94,13 Euro (Frankfurter Effektenfond)
> Das sind gerade mal 3253,-Euro . (alles Dez. 2002) .
> Sie hat also satte 30% Verlust gemacht. Gut eine Versicherung
> zieht noch hohe Gebühren usw. ab. Aber ein Blick auf den Chart
> dieses Fond zeigt doch die Schwäche von Fondsparplänen oder LV.
> Man kauft zu jeder Zeit Anteile, auch wenn der Kurs total hoch ist.
> Dann fällt er wieder und man macht gigantische Verluste. Bei dem Fond
> in der besagte LV war es genauso . 1999/2000 ein Wert von 205,-Euro und
> jetzt ca. 100,-Euro.
> Oder mache ich irgendwie einen Denkfehler?
>
> gruß
> Kurt
>
>
Hallo Kurt,
hast du schon eimal etwas vom "Coast Everage Effect" gehört? Funktioniert
ungefähr so:
- Wenn der Kurs der Anteile hoch ist, kauft man wenig Anteile für einen
hohen Preis
- Wenn der Kurs der Anteile niedrig ist kauft man viele Anteile für einen
geringen Kurs.
Bei einem angemessen voatilen Fonds müsste sich das über eine längere
Laufzeit gesehen positiv auswirken. Um was für eine Anlageart handet es sich
denn? Aktien fonds oder Rentenfonds oder eine Mischform?
MfG
Daniel
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174239 ] |
Fr, 12 Dezember 2003 22:27 |
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"Daniel Eckhoff" <daniel.eckhoff [at] onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
> Hallo Kurt,
>
> hast du schon eimal etwas vom "Coast Everage Effect" gehört? Funktioniert
> ungefähr so:
> - Wenn der Kurs der Anteile hoch ist, kauft man wenig Anteile für einen
> hohen Preis
> - Wenn der Kurs der Anteile niedrig ist kauft man viele Anteile für einen
> geringen Kurs.
>
> Bei einem angemessen voatilen Fonds müsste sich das über eine längere
> Laufzeit gesehen positiv auswirken. Um was für eine Anlageart handet es
sich
> denn? Aktien fonds oder Rentenfonds oder eine Mischform?
Sorry, hab leider nicht so viel Ahnung. Ich war eben nur sehr erstaunt, dass
meine Mutter in der Versicherung so viel Verlust gemacht hat. Dieser
Frankfurter
Effektenfond war damals ein Topfond, jetzt wohl nicht mehr. Es ist ein
Aktienfond
, der nur in deutsche Standardwerte investiert. Dadurch wohl der extreme
Verlust
durch den Börsenboom. Das Problem ist , dass der Fond, damals als die
Versicherung
begann fast genauso viel Wert war , wie jetzt. Nur in der Zwischenzeit ist
er bis 2000 gestiegen
und nun dümpelt er auf niedrigen Niveau vor sich hin. Aber bis 2000 wurden
Anteile gekauft die
immer teuerer wurden. Dadurch hat sie wenig teurer Anteile gekauft die heute
wenig wert sind.
Dieses Problem sehe ich irgendwie generell in Fondsparplänen. Ich denke es
ist besser, man
nimmt einige Zehntausend und kauft sich bei niedrigen Börsenniveau Fonds und
läßt sie dann
über Jahre laufen. Das ist bestimmt besser als gezwungendermaßen monatlich
Anteile
zu kaufen , egal wie teuer sie sind, oder?
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174241 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 00:42 |
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In article <brd98d$fat$1 [at] online.de>,
"Daniel Eckhoff" <daniel.eckhoff [at] onlinehome.de> writes:
> hast du schon eimal etwas vom "Coast Everage Effect" gehört? Funktioniert
> ungefähr so:
> - Wenn der Kurs der Anteile hoch ist, kauft man wenig Anteile für einen
> hohen Preis
> - Wenn der Kurs der Anteile niedrig ist kauft man viele Anteile für einen
> geringen Kurs.
>
Das halte ich für ein (gerne erzähltes) Märchen.
Kurz gesagt: wenn Du jeden Monat für 100 EUR Anteile kaufst,
erreichst Du jeweils dass diese 100 EUR in Zukunft an der
(prozentualen) Wertentwicklung des Fonds teilnehmen (so wie
es die Vorgänger-Tranchen ja schon länger tun). Von einem
positiven Effekt nichts zu sehen.
"Hoch" oder "niedrig" im Sinne dieser Argumente ist ein Kurs
nur im nachhinein. Und hinterher ist man sowieso schlauer.
Gruß;
Werner
> Bei einem angemessen voatilen Fonds müsste sich das über eine längere
> Laufzeit gesehen positiv auswirken. Um was für eine Anlageart handet es sich
> denn? Aktien fonds oder Rentenfonds oder eine Mischform?
>
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174242 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 00:47 |
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"Werner Mühlpfordt" <werner [at] whatever.org> schrieb im Newsbeitrag
news:sojdrb.2t.ln [at] 127.0.0.1...
>
> Kurz gesagt: wenn Du jeden Monat für 100 EUR Anteile kaufst,
> erreichst Du jeweils dass diese 100 EUR in Zukunft an der
> (prozentualen) Wertentwicklung des Fonds teilnehmen (so wie
> es die Vorgänger-Tranchen ja schon länger tun). Von einem
> positiven Effekt nichts zu sehen.
> "Hoch" oder "niedrig" im Sinne dieser Argumente ist ein Kurs
> nur im nachhinein. Und hinterher ist man sowieso schlauer.
>
letztendlich bringt ein Fondsparplan nur was, wenn der Fond
ständig steigt. Aber wehe, wie in den Jahren 97/98/99/00 und
dann der Crash. Das holt man nie wieder rein. Da wurden
jahrelang Anteile zu Höchstpreisen gekauft , die man nie wieder
erreicht
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174244 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 02:39 |
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On Fri, 12 Dec 2003 21:33:36 +0100, Kurt Schwesig wrote:
> ich verstehe irgendwie nicht, wie sich ein Fondsparplan
> rechnen soll. Man zahlt z.B. monatlich 100 Euro ein und
> erwirbt Anteile zum aktuellen Kurs. Das hat doch nur Nachteile.
> Ich sehe das gerade an der Fondgeb. LV meiner Mutter.
> 1991 abgeschlossen. Insgesamt 4639,-Euro eingezahlt und
> hat jetzt 35 Anteile zum Wert von 94,13 Euro (Frankfurter Effektenfond)
> Das sind gerade mal 3253,-Euro . (alles Dez. 2002) .
Buy & Hold kann eben auch schiefgehen.
> Sie hat also satte 30% Verlust gemacht. Gut eine Versicherung
> zieht noch hohe Gebühren usw. ab. Aber ein Blick auf den Chart
> dieses Fond zeigt doch die Schwäche von Fondsparplänen oder LV.
Nein. Sie zeigt aber zumindest die Schwäche dieses Fonds.
> Man kauft zu jeder Zeit Anteile, auch wenn der Kurs total hoch ist.
Genaugenommen weiß man nie genau, ob der aktuelle Kurs "hoch" oder
"niedrig" ist. Man kann allenfalls spoekulieren. Aber zugegebenermaßen
sind Fonds dazu kein sehr flexibles Instrument. Aber warum sollte man auch
Fonds kaufen um zu spekulieren? Die eignen sich IMO nur für eine
Strategie: Buy & Hold. Und da werden Verluste typischerweise einfach
ausgesessen.
> Dann fällt er wieder und man macht gigantische Verluste. Bei dem Fond
> in der besagte LV war es genauso . 1999/2000 ein Wert von 205,-Euro und
> jetzt ca. 100,-Euro.
> Oder mache ich irgendwie einen Denkfehler?
Nein, so ist das, wenn man eine direktionale Position hält, der Wert kann
steigen oder fallen. Bei Fonds kommen zu dem grundsätzlichen Risiko noch
eine ganze Menge Gebühren dazu.
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
----------+ The Dark experience: de.alt.talk.dunkle-seite +------------
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174257 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 17:25 |
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Hallo,
Kurt Schwesig wrote:
> "Werner Mühlpfordt" <werner [at] whatever.org> schrieb im Newsbeitrag
> news:sojdrb.2t.ln [at] 127.0.0.1...
>
>>Kurz gesagt: wenn Du jeden Monat für 100 EUR Anteile kaufst,
>>erreichst Du jeweils dass diese 100 EUR in Zukunft an der
>>(prozentualen) Wertentwicklung des Fonds teilnehmen (so wie
>>es die Vorgänger-Tranchen ja schon länger tun). Von einem
>>positiven Effekt nichts zu sehen.
ACK. Der Cost-Avarage-Effekt ist i.w. ein Verkaufsargument.
>>"Hoch" oder "niedrig" im Sinne dieser Argumente ist ein Kurs
>>nur im nachhinein. Und hinterher ist man sowieso schlauer.
Full ACK. Die besten Renditen bringen immer die "Hätte-ich-doch"-
Portefolios.
> letztendlich bringt ein Fondsparplan nur was, wenn der Fond
> ständig steigt.
Jede Anlage bringt letztendlich nur etwas, wenn sie eine positive
Nachsteuerrendite erwirtschaftet.
> Aber wehe, wie in den Jahren 97/98/99/00 und
> dann der Crash. Das holt man nie wieder rein. Da wurden
> jahrelang Anteile zu Höchstpreisen gekauft , die man nie wieder
> erreicht
Um in dieser Abwärtsbewegung Geld zu verbrennen brauchte man keinen
Fondssparplan. Das ging mit Einmalanlagen genauso effizient.
CU
Thorsten
--
Thorsten Fuehring
thorsten.devnull [at] gmx.de is a valid address. All mail send to this
address will be ignored, though. If you want to contact me by mail
please replace "devnull" with "fuehring".
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174260 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 17:55 |
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werner [at] whatever.org (Werner Mühlpfordt) schrieb:
>> hast du schon eimal etwas vom "Coast Everage Effect" gehört?
Nein. Was soll das auch sein? "Küstendurchschnittswirkung"?
>> Funktioniert ungefähr so:
>Das halte ich für ein (gerne erzähltes) Märchen.
Wenns aber doch den Umsatz hebt?
--
Martin Gerdes
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| Re: ich sehe nur Nachteile bei Fondsparpänen [message #174270 ] |
Sa, 13 Dezember 2003 10:06 |
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"Kurt Schwesig" schrieb:
> Ich denke es ist besser, man nimmt einige Zehntausend [..]
Hier ist schon mal das erste Problem. Viele Leute, die LV kaufen, haben
nicht einige Zehntausend zur Verfügung.
> [..] und kauft sich bei niedrigen Börsenniveau Fonds und läßt sie
> dann über Jahre laufen.
Und hier ist die zweite Schwierigkeit. Ob das Börsenniveau niedrig ist weiss
man immer erst hinterher. Dafür wissen es dann aber alle ganz genau und
haben es auch schon immer gewusst.
Ausserdem muss nach $Jahre das Börsenniveau höher sein als zum Beginn. Auch
dass weiss man zum Kaufzeitpunkt nicht so ganz genau. Aber hinterher wissen
....
> Das ist bestimmt besser als gezwungendermaßen monatlich Anteile
> zu kaufen , egal wie teuer sie sind, oder?
Oder!
cu
Effi
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Hoffnung ist ein wesentliches Grundelement der Medizin. Sie hilft über
alle möglichen therapeutischen Irrtümer hinweg, und vertreten wird sie am
besten durch einen optimistischen Arzt.
[Elliot Emanuel]
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