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Finances / Finanzen » de.etc.finanz.boerse.misc » Nochmal Devisenhandel
| Nochmal Devisenhandel [message #174444] |
Di, 30 Dezember 2003 00:07 |
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Hallo zusammen,
wenn hier tatsächlich niemand Devisen handelt, würde mich interessieren,
warum. Hat sich das jemand angesehen und dann bewußt dagegen
entschieden? Ich habe damit keine Erfahrung, aber auf den ersten Blick
scheint es so, daß
- ein Vorteil ist, daß man keine Transaktionsgebühren zahlt
- dafür anscheinend als privater immer über einen Market Maker (im Sinne
eines selber Kurse stellenden Brokers) handelt
- der Spread der gestellten Kurse vergleichbar ist mit dem von Aktien am
Markt
- die Kursschwankungen hinreichend sind, um Profite machen zu können
- die Broker durch sehr geringe Margins (0,5-1% gegenüber 25-50% bei
Aktienbrokern) auch hinreichend große Transaktionen ermöglichen
Sieht also erstmal nicht schlecht aus. Warum macht es dann keiner? Was
übersehe ich?
Schönen Gruß,
------------------------------------------------------------ ----------
Oli Kai Paulus Bergstraße 18 Fon +49.30.28390731
o.k.p [at] t-online.de D-10115 Berlin Fon +49.172.3914294
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174445 ] |
Di, 30 Dezember 2003 02:17 |
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On Tue, 30 Dec 2003 00:07:36 +0100, Oli Kai Paulus wrote:
> wenn hier tatsächlich niemand Devisen handelt, würde mich
> interessieren, warum. Hat sich das jemand angesehen und dann bewußt
> dagegen entschieden? [...]
>
> Sieht also erstmal nicht schlecht aus. Warum macht es dann keiner? Was
> übersehe ich?
Man benötigt eine Mindesteinlage von ~100.000 EUR. Das hindert mich. ;)
Hebelzertifikate auf Devisen sind m.E. zu teuer, so dass sich das Traden
nicht lohnt.
Ansonsten hast du wohl Recht, Forex ist ein ausgesprochen attraktiver
Markt.
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
----------+ The Dark experience: de.alt.talk.dunkle-seite +------------
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174451 ] |
Di, 30 Dezember 2003 11:45 |
|
Joern P. Meier <spam.2003.05 [at] usenet.ionflux.de> wrote:
> Man benötigt eine Mindesteinlage von ~100.000 EUR. Das hindert mich. ;)
Woher hast du diese Weisheit? Devisenhandel kannst du bei div. Banken
schon mit sehr kleinen Summen machen. Man wird hier nur tendenziell
höhere Auf-/Abschläge nehmen.
Des weiteren existiert http://fxtrade.oanda.com
--
Jens Kubieziel http://www.kubieziel.de
FdI#136: Deadline
Programmtod durch überhastete Weiterentwicklung eines falsch konstruierten
Entwurfsmusters. Lutz Donnerhacke (Lutz.Donnerhacke [at] Jena.Thur.De)
|
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174452 ] |
Di, 30 Dezember 2003 15:34 |
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Joern P. Meier wrote:
> Man benötigt eine Mindesteinlage von ~100.000 EUR. Das hindert mich. ;)
Bei US-Brokern beträgt die Mindesteinlage wenige Hundert oder Tausend
Dollar. Bei forex.com z.B. sind es 2500 im Standard- und 250 Dollar im
Mini-Account. Der erforderliche Margin im Mini-Account beträgt lediglich
0,5%, d.h. Du kannst theoretisch mit Deinen 250 $ Positionen über 50.000
$ eröffnen. Im Standard-Account ist der Margin 1%, mit 10.000 eigenen
Dollar kannst Du 1 Mio. handeln.
Schönen Gruß,
------------------------------------------------------------ ----------
Oli Kai Paulus Bergstraße 18 Fon +49.30.28390731
o.k.p [at] t-online.de D-10115 Berlin Fon +49.172.3914294
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174453 ] |
Di, 30 Dezember 2003 15:43 |
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Jens Kubieziel wrote:
> Woher hast du diese Weisheit? Devisenhandel kannst du bei div. Banken
> schon mit sehr kleinen Summen machen. Man wird hier nur tendenziell
> höhere Auf-/Abschläge nehmen.
Bei US-Brokern beträgt der Spread i.d.R. 3-5 pips, das entspricht einem
Spread von 0,04%, deutlich weniger als bei Aktien und ohne weitere
Transaktionsgebühren. Und das gilt unabhängig von der Einlage oder der
eröffneten Transaktion. Wenn ich das richtig sehe.
Schönen Gruß,
------------------------------------------------------------ ----------
Oli Kai Paulus Bergstraße 18 Fon +49.30.28390731
o.k.p [at] t-online.de D-10115 Berlin Fon +49.172.3914294
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174456 ] |
Di, 30 Dezember 2003 18:35 |
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On Tue, 30 Dec 2003 11:45:57 +0100, Jens Kubieziel wrote:
> Joern P. Meier <spam.2003.05 [at] usenet.ionflux.de> wrote:
>> Man benötigt eine Mindesteinlage von ~100.000 EUR. Das hindert mich. ;)
>
> Woher hast du diese Weisheit? [...]
Nachdem ich das jetzt nochmal überprüft habe, ziehe ich die Aussage
zurück. ;)
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174457 ] |
Di, 30 Dezember 2003 18:41 |
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On Tue, 30 Dec 2003 15:34:01 +0100, Oli Kai Paulus wrote:
> Joern P. Meier wrote:
>> Man benötigt eine Mindesteinlage von ~100.000 EUR. Das hindert mich. ;)
>
> Bei US-Brokern beträgt die Mindesteinlage wenige Hundert oder Tausend
> Dollar. Bei forex.com z.B. sind es 2500 im Standard- und 250 Dollar im
> Mini-Account. [...]
Stimmt. Bei FXDirekt sind es auch nur 2.500 US$. Ich habe da wohl was
verwechselt. (Es war aber auch schon spät. ;)
--
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being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174460 ] |
Di, 30 Dezember 2003 22:12 |
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On Tue, 30 Dec 2003 15:43:11 +0100, Oli Kai Paulus wrote:
> Jens Kubieziel wrote:
>> Woher hast du diese Weisheit? Devisenhandel kannst du bei div. Banken
>> schon mit sehr kleinen Summen machen. Man wird hier nur tendenziell
>> höhere Auf-/Abschläge nehmen.
>
> Bei US-Brokern beträgt der Spread i.d.R. 3-5 pips, das entspricht einem
> Spread von 0,04%, deutlich weniger als bei Aktien und ohne weitere
> Transaktionsgebühren. Und das gilt unabhängig von der Einlage oder der
> eröffneten Transaktion. Wenn ich das richtig sehe.
Hmm. Wenn der Spread (bei EUR/USD) 5 pips beträgt, und ich trade 1 lot
(10.000 bei einem mini account) mit 100 US$ Margin (Hebel 1:100), dann
beträgt der Spread doch 10.000 * 0,0005 US$ = 5 US$ = 5%, oder?! %) Kann
man das nicht sogar einfach so ausdrücken, dass die "Gebühren" (beim
Traden von EUR/USD) 5 US$/lot betragen? Bei maximalem Hebel kommt man aber
dann nie unter einem Spread von 5% weg (z.B. bei 1.000 US$ Margin 10 lots
= 100.000 * 0,0005 = 50 US$ = 5%).
--
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174461 ] |
Mi, 31 Dezember 2003 00:45 |
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Joern P. Meier wrote:
> beträgt der Spread doch 10.000 * 0,0005 US$ = 5 US$ = 5%, oder?! %) Kann
nein, 5$ von 10.000$ sind 0,05%. Rechne es anders: 5 pips von z.B. 1,25$
pro Euro sind 0,0005 / 1,25 = 0,0004 oder 0,04%. Schönen Gruß,
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174462 ] |
Mi, 31 Dezember 2003 01:40 |
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On Wed, 31 Dec 2003 00:45:41 +0100, Oli Kai Paulus wrote:
> Joern P. Meier wrote:
>> beträgt der Spread doch 10.000 * 0,0005 US$ = 5 US$ = 5%, oder?! %) Kann
>
> nein, 5$ von 10.000$ sind 0,05%. [...]
^
Nunja, _das_ ist sicher richtig. ;)
Aber faktisch ist mein Kapitaleinsatz in diesem Beispiel nur 100 $ (für
10.000 _EUR_!), und die Transaktion kostet mich 5 $. Mein Verlust auf
einen Trade (ohne Kursveränderung) beläuft sich demnach auf 5%. Für
praktische Berechnungen sind das die realen Kosten des Round-Trips, und
die muss ich durch das System mindestens wieder hereinholen, um am Ende
ein Plus zu machen.
> [...] Rechne es anders: 5 pips von z.B.
> 1,25$ pro Euro sind 0,0005 / 1,25 = 0,0004 oder 0,04%.
Das trifft aber eben nur bei einem Hebel von 1:1 zu. Bei einem Hebel von
1:100 kaufst du faktisch mit nur 0,0125 $ einen Euro: 0,0005 / 0,0125 =
0,04 oder 4%. Den günstigsten Spread von 0,04% kann ich nur in einem Fall
realisieren: Wenn ich für 1,25$ je einen Euro kaufe. Bei einer Lot-Größe
von 10.000 EUR ist dafür logischerweise ein Kapitaleinsatz von 12.500 $
nötig. Beim mini account "zahle" (bzw. hinterlege) ich für 10.000 EUR
sogar bei maximalem Hebel nur 100 $, was 0,0100 $ pro Euro entspricht.
Tröstlich dabei ist, dass das selbst die günstigsten Hebelzertifikate
auf EUR/USD immer noch um Längen schlägt, zumal ein Hebel von 1:100
damit nicht annähernd realisierbar ist.
--
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174470 ] |
Fr, 02 Januar 2004 13:15 |
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>Stimmt. Bei FXDirekt sind es auch nur 2.500 US$. Ich habe da wohl was
>verwechselt. (Es war aber auch schon spät. ;)
Geht mich ja nichts an - doch mit sowenig Kapital solltest Du gar
keine Devisen handeln.
Warum?
Du hast eine Trefferquote von 40 - (bis wie manche behaupten) 70
Prozent.
Sagen wir mal 50 Prozent = Du hast jedes zweite mal recht und
gewinnst.
Bei fifty-fifty kann es Dir durchaus passieren, dass Du 9 mal
hintereinander falsch liegst. Von der statistischen Verteilung her
kein Grund zu Beunruhigung.
Angenommen, Du riskierst 250 Dollar je Trade: Wie oft kannst Du
verlieren, bis Du die Nerven verlierst? - eben.
Jetzt multipliziere Dein Riskmanagement (reichen 250 um Schnitt oder
brauchst Du eher 2500 je Trade?!) mit Deiner Persoenlichkeit und Du
bekommst Dein Mindestkapital.
Nicole
http://TigerTradingClub.com
|
|
|
| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174472 ] |
Fr, 02 Januar 2004 15:15 |
|
On Fri, 02 Jan 2004 13:15:21 +0100, Nicole Wagner wrote:
>>Stimmt. Bei FXDirekt sind es auch nur 2.500 US$. Ich habe da wohl was
>>verwechselt. (Es war aber auch schon spät. ;)
>
> Geht mich ja nichts an - doch mit sowenig Kapital solltest Du gar
> keine Devisen handeln.
Stimmt. Ich tu es ja auch gar nicht. :)
> Bei fifty-fifty kann es Dir durchaus passieren, dass Du 9 mal
> hintereinander falsch liegst. Von der statistischen Verteilung her
> kein Grund zu Beunruhigung.
ACK
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174479 ] |
Sa, 03 Januar 2004 09:32 |
|
Nicole Wagner <Nicole_Wagner_remove_the_word_spam [at] aon.at> schrub mit Hilfe der Tastatur
> Sagen wir mal 50 Prozent = Du hast jedes zweite mal recht und
> gewinnst.
> Bei fifty-fifty kann es Dir durchaus passieren, dass Du 9 mal
> hintereinander falsch liegst. Von der statistischen Verteilung her
> kein Grund zu Beunruhigung.
Hmm, ich komme da auf eine Wahrscheinlichkeit von 0.19% dass das
passiert. Spätestens da sollte man sich eigestehen, dass es evtl.
doch nicht das richtige für einen ist, ... ;-)
> Jetzt multipliziere Dein Riskmanagement (reichen 250 um Schnitt oder
> brauchst Du eher 2500 je Trade?!) mit Deiner Persoenlichkeit und Du
> bekommst Dein Mindestkapital.
Was ändert sich eigentlich daran, wenn er mit größeren Summen spielt?
Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
alles schief geht.?!?
Gruss
Juergen
--
punkt.de GmbH Internet-Dienstleistungen-Beratung
Vorholzstr. 25 Tel.: 0721 9109-0 Fax: -100
76137 Karlsruhe info [at] punkt.de http://punkt.de/
|
|
|
| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174484 ] |
Sa, 03 Januar 2004 13:20 |
|
>Was ändert sich eigentlich daran, wenn er mit größeren Summen spielt?
>Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
>alles schief geht.?!?
>
Lieber Joern,
dass DU nicht mit 2500 handelst, war mir schon klar. Es war an der
Erstposter gerichtet, ;-)
Lieber Juergen,
"mit groesseren Summen spielen": Der Punkt ist der, dass Du nur um
Mindestsummen spielen kannst, nicht jedoch um beliebig kleine.
Die Geschaefte muessen bei Futures in sogenannten "lots" getaetigt
werden. Beim Kassahandel gibt es Mindestsummen, unter denen die Spesen
unverhaeltnismaessig gross werden.
Ein Beispiel mit lot:
Du willst z.B. Canadian Dollar handeln, die Lot ist 100.000.
Das low war 0.7703 und das high 0.7750 (gestern Maerz-Kontrakt).
Die Differenz mal der Lot ergibt eine Vermoegensveraenderung von -
- 470 USD am Tag. Und gestern war eine engere Range.
Wohin willst Du Deinen Stop setzen? - Du willst Dich ja nicht nach
jedem zweiten Bar ausstoppen. Damit ein Stop noch Sinn macht, wirst Du
vielleicht 1000 USD pro Kontrakt risikieren muessen.
Mit anderen Worten: Wenn Du nicht mindestens 20.000 USD hast, brauchst
Du gar nicht mit dem ersten Trade anzufangen.
Wenn Du Dich fuer die Lots und die Kontrakte interessierst, dann
findest Du eine umfangreiche Tabelle im Club - Wissen - Bereich, siehe
Signatur.
--
Nicole,
http://TigerTradingClub.com
|
|
|
| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174488 ] |
Sa, 03 Januar 2004 16:49 |
|
Nicole Wagner wrote:
> dass DU nicht mit 2500 handelst, war mir schon klar. Es war an der
> Erstposter gerichtet, ;-)
nett, nur hat der auch nicht gesagt, daß das tut.
> Die Geschaefte muessen bei Futures in sogenannten "lots" getaetigt
um futures ging es auch nicht, sondern um Devisen-Kassageschäfte mit
frei wählbaren Transaktionsgrößen (oberhalb sehr geringer Mindestgrößen).
------------------------------------------------------------ ----------
Oli Kai Paulus Bergstraße 18 Fon +49.30.28390731
o.k.p [at] t-online.de D-10115 Berlin Fon +49.172.3914294
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174490 ] |
Sa, 03 Januar 2004 19:41 |
|
On Sat, 03 Jan 2004 09:32:05 +0100, Juergen Egeling wrote:
> Nicole Wagner <Nicole_Wagner_remove_the_word_spam [at] aon.at> schrub mit Hilfe der Tastatur
>
>> Sagen wir mal 50 Prozent = Du hast jedes zweite mal recht und
>> gewinnst.
>> Bei fifty-fifty kann es Dir durchaus passieren, dass Du 9 mal
>> hintereinander falsch liegst. Von der statistischen Verteilung her
>> kein Grund zu Beunruhigung.
>
> Hmm, ich komme da auf eine Wahrscheinlichkeit von 0.19% dass das
> passiert. Spätestens da sollte man sich eigestehen, dass es evtl.
> doch nicht das richtige für einen ist, ... ;-)
Hmm. Diese Wahrscheinlichkeit trifft doch nur für ein Zufallsexperiment
zu, in dem genau 9 Trades gemacht werden?! Die Wirklichkeit ist viel
komplizierter. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Ergebnisse nicht
wirklich statistisch unabhängig sind. Looks phony to me. ;)
>> Jetzt multipliziere Dein Riskmanagement (reichen 250 um Schnitt oder
>> brauchst Du eher 2500 je Trade?!) mit Deiner Persoenlichkeit und Du
>> bekommst Dein Mindestkapital.
>
> Was ändert sich eigentlich daran, wenn er mit größeren Summen spielt?
Die Round-Trip-Kosten stellen einen geringeren Anteil an der
Positionsgröße und sind damnit leichter wieder reinzuholen. Das ist der
wesentliche Vorteil.
> Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
> alles schief geht.?!?
Nicht ganz. man kann ja auch mit 250.000 EUR eine geringe Anzahl
Kontrakte/Lots traden.
--
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being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174496 ] |
So, 04 Januar 2004 17:42 |
|
Nicole Wagner <Nicole_Wagner_remove_the_word_spam [at] aon.at> schrub mit Hilfe der Tastatur
>>Was ändert sich eigentlich daran, wenn er mit größeren Summen spielt?
>>Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
>>alles schief geht.?!?
>>
> Lieber Joern,
Obiges war auch von Jürgen.
> Lieber Juergen,
> "mit groesseren Summen spielen": Der Punkt ist der, dass Du nur um
> Mindestsummen spielen kannst, nicht jedoch um beliebig kleine.
Mir ging es um die Aussage: bei einer 50 50 Chance kann es sehr leicht
9 mal hintereinander schief gehen. d.h. 0.5^9 ergibt eine Wahrscheinlichkeit
von 0.19%, dass das wirklich auch eintritt. Und das ist für mich "nicht sehr
leicht".
> Wenn Du Dich fuer die Lots und die Kontrakte interessierst, dann
Ich interessiere mich nicht die Bohne dafür, da ich mien Geld lieber
anders zum Fenster rauswerfe.
Gruss
Juergen
--
punkt.de GmbH Internet-Dienstleistungen-Beratung
Vorholzstr. 25 Tel.: 0721 9109-0 Fax: -100
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174497 ] |
So, 04 Januar 2004 17:45 |
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Joern P. Meier <spam.2003.05 [at] usenet.ionflux.de> schrub mit Hilfe der Tastatur
>> Hmm, ich komme da auf eine Wahrscheinlichkeit von 0.19% dass das
>> passiert. Spätestens da sollte man sich eigestehen, dass es evtl.
>> doch nicht das richtige für einen ist, ... ;-)
> Hmm. Diese Wahrscheinlichkeit trifft doch nur für ein Zufallsexperiment
> zu, in dem genau 9 Trades gemacht werden?! Die Wirklichkeit ist viel
> komplizierter. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Ergebnisse nicht
> wirklich statistisch unabhängig sind. Looks phony to me. ;)
? Wieso das denn? Du "willst" 9 mal hintereinander verlieren. Das passiert
mit einer Wahrscheinlichkeit von 0.19%
> Die Round-Trip-Kosten stellen einen geringeren Anteil an der
> Positionsgröße und sind damnit leichter wieder reinzuholen. Das ist der
> wesentliche Vorteil.
Hört sich für mich wie der Roulettespieler an, der immer auf rot setzt
und verdoppelt, wenn er verliert...
>> Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
>> alles schief geht.?!?
> Nicht ganz. man kann ja auch mit 250.000 EUR eine geringe Anzahl
> Kontrakte/Lots traden.
.... oder auch mehr verlieren,...
Gruss
Juergen
--
punkt.de GmbH Internet-Dienstleistungen-Beratung
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174501 ] |
So, 04 Januar 2004 21:54 |
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On Sun, 04 Jan 2004 17:45:32 +0100, Juergen Egeling wrote:
>> Die Round-Trip-Kosten stellen einen geringeren Anteil an der
>> Positionsgröße und sind damnit leichter wieder reinzuholen. Das ist der
>> wesentliche Vorteil.
>
> Hört sich für mich wie der Roulettespieler an, der immer auf rot setzt
> und verdoppelt, wenn er verliert...
Aha? Ich finde das ist eigentlich ganz einfach zu verstehen: Wenn man pro
Trade Mindestkosten von x hat, und ein maximal verlierbares Kapital von
ca. n*x (jedenfalls nicht wesentlich mehr), und erwischt gerade eine
Verlustphase (die ja deiner Meinung nach so gut wie nie vorkommen, aber
das sei mal dahingestellt) der Länge n, dann ist mein sein Kapital
jedenfalls los. Selbst wenn alle n Trades "Scratch-Trades" sind
(Gewinn/Verlust -> 0). Hat man nun z.B. ein Kapital von 2*n*x, so kann man
eine doppelt so lange Verlustphase verkraften.
>>> Bei 250.000 EUR wäre er eben mehr Geld los, wenn 9 mal hintereinander
>>> alles schief geht.?!?
>
>> Nicht ganz. man kann ja auch mit 250.000 EUR eine geringe Anzahl
>> Kontrakte/Lots traden.
>
> ... oder auch mehr verlieren,...
Man muss sich halt überlegen, wieviel man tradet. Wenn man gerade einen
Kontrakt mit einem Hebel von 100 halten kann, fehlt diese Flexibilität.
--
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|
|
| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174505 ] |
So, 04 Januar 2004 23:14 |
|
On Sun, 04 Jan 2004 17:42:08 +0100, Juergen Egeling wrote:
> Nicole Wagner <Nicole_Wagner_remove_the_word_spam [at] aon.at> schrub mit Hilfe der Tastatur
>
>> "mit groesseren Summen spielen": Der Punkt ist der, dass Du nur um
>> Mindestsummen spielen kannst, nicht jedoch um beliebig kleine.
>
> Mir ging es um die Aussage: bei einer 50 50 Chance kann es sehr leicht
> 9 mal hintereinander schief gehen. d.h. 0.5^9 ergibt eine Wahrscheinlichkeit
> von 0.19%, dass das wirklich auch eintritt. Und das ist für mich "nicht sehr
> leicht".
Vielleicht ist dein Modell ja auch einfach falsch.
>> Wenn Du Dich fuer die Lots und die Kontrakte interessierst, dann
>
> Ich interessiere mich nicht die Bohne dafür, [...]
Das merkt man. ;)
--
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| Re: Nochmal Devisenhandel [message #174513 ] |
Mo, 05 Januar 2004 11:27 |
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>Aha? Ich finde das ist eigentlich ganz einfach zu verstehen: Wenn man pro
>Trade Mindestkosten von x hat, und ein maximal verlierbares Kapital von
>ca. n*x (jedenfalls nicht wesentlich mehr), und erwischt gerade eine
>Verlustphase (die ja deiner Meinung nach so gut wie nie vorkommen, aber
>das sei mal dahingestellt) der Länge n, dann ist mein sein Kapital
>jedenfalls los. Selbst wenn alle n Trades "Scratch-Trades" sind
>(Gewinn/Verlust -> 0). Hat man nun z.B. ein Kapital von 2*n*x, so kann man
>eine doppelt so lange Verlustphase verkraften.
>
Nicht nur das!
Es geht hier auch um Gefuehle:
Wie geht es Dir denn, wann Du mal 50 Prozent Deines Trading-Kapitals
in den Rauchfang geschrieben hast? Hast Du den Nerv weiterzumachen
oder loest Du frustriert Dein Konto auf?
Und dann? Wenn Du die Nerven gehabt hast?
Wenn Du mal 80 Prozent verloren hast, brauchst Du 500 Prozent Rendite,
um wieder auf Dein Einstandskaptial zu kommen. Versetz' Dich in diese
Situation. Ist sie: 'Laeppisch!' oder doch eher: 'schaffe ich nie.' ?
Hast Du 'nur' 50 Prozent verloren, brauchst Du immer noch 200 Prozent
Rendite, um neutral auszusteigen.
Nicole
http://TigerTradingClub.com
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