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Finances / Finanzen » de.etc.finanz.boerse.misc » Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung
| Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung [message #174582] |
Do, 08 Januar 2004 15:27 |
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x-no-archive: yes
08. Jänner 2004 Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung
Ökonomie-Nobelpreisträger: "Das würde den Wechselkurs
stabilisieren und Europas Wirtschaft helfen, mit dem bereits
sehr teuren Euro klarzukommen"
Hamburg - Der Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat die
Europäische Zentralbank (EZB) zu einer kräftigen Zinssenkung
aufgefordert, um der aktuellen Euro-Stärke zu begegnen. "Die
EZB sollte die Zinsen senken", sagte Stiglitz der "Financial
Times Deutschland" (Donnerstag). "Das würde den Wechselkurs
stabilisieren und Europas Wirtschaft helfen, mit dem bereits sehr
teuren Euro klarzukommen." Nach Einschätzung des Harvard-Öko-
nomen sollten sich die Notenbanker auf ihrer Ratssitzung am
Donnerstag für einen großen Zinsschritt entscheiden: "25 Basispunkte
wären wohl nicht genug, um den Euro zu stabilisieren", sagte Stiglitz.
Zudem reiche es nicht, den Wechselkurs auf dem aktuellen Niveau zu
halten. "Derzeit ist der Euro überbewertet. Europa muss das Über-
schießen der vergangenen Wochen korrigieren." Laut dem ameri-
kanischen Professor hat die EZB Spielraum für deutliche Zins-
senkungen. "Ich sehe kein akutes Inflationsrisiko, also kann die
Notenbank die Zinsen senken."(APA/dpa)
q: http://derstandard.at/?id=1530720
Experten fordern Dollar-Stützung
http://www.ftd.de/ub/fi/1072525178810.html?nv=rs
Fazit:
Ohne gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik und
mit Echolonhauptsitz bzw. "geduldeter" Wirtschaftspionage
http://www.ftd.de/pw/eu/1050024.html?nv=rs
http://www.pcwelt.de/news/internet/16544/
http://www.ftd.de/pw/de/1067456.html?nv=nl
mitten in Deutschland (Bad Aibling) bleibt der Wirtschafts-
raum "EU", mit bald mehr Konsumenten als die USA und
Rußland zusammen, _der_ "Spielplatz"[1] für die USA.
[1]"Spielplatz":
Viele einfache Berufen und Tätigkeit sind bereits nach
Asien abgewandert. Übergeblieben sind die Arbeitslosen.
Um die restlichen Jobs, die in der "ersten Welt" verblieben
sind, tobt ein erbitterter Verteilungskampf zwischen EU und
USA. Die Waffen sind die *Zinsen* und der *Wechselkurs*.
Die Gewinne sind Aufträge bzw. Arbeitsplätze.
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| Re: Stiglitz forderte kräftigeZinssenkung [message #174586 ] |
Do, 08 Januar 2004 16:11 |
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On Thu, 08 Jan 2004 15:27:41 +0100, Rump R. wrote:
> x-no-archive: yes
> 08. Jänner 2004 Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung
> Ökonomie-Nobelpreisträger: "Das würde den Wechselkurs
> stabilisieren und Europas Wirtschaft helfen, mit dem bereits
> sehr teuren Euro klarzukommen"
>
> Hamburg - Der Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat die
> Europäische Zentralbank (EZB) zu einer kräftigen Zinssenkung
> aufgefordert, um der aktuellen Euro-Stärke zu begegnen. "Die
> EZB sollte die Zinsen senken", sagte Stiglitz der "Financial
> Times Deutschland" (Donnerstag). "Das würde den Wechselkurs
> stabilisieren und Europas Wirtschaft helfen, mit dem bereits sehr
> teuren Euro klarzukommen." [...]
Jaja, nur was ist mit der Inflation? Die EZB fühlt sich verpflichtet,
diese im Euroraum um die 2,00% zu halten.
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
----------+ The Dark experience: de.alt.talk.dunkle-seite +------------
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| Re: Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung [message #174592 ] |
Do, 08 Januar 2004 17:13 |
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"Joern P. Meier" schrieb
> Jaja, nur was ist mit der Inflation? Die EZB fühlt sich verpflichtet,
> diese im Euroraum um die 2,00% zu halten.
Stiglitz:
"Ich sehe kein akutes Inflationsrisiko, also kann die
Notenbank die Zinsen senken."(APA/dpa)
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| Re: Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung [message #174596 ] |
Do, 08 Januar 2004 18:14 |
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Rump R. wrote:
> Stiglitz:
> "Ich sehe kein akutes Inflationsrisiko, also kann die
> Notenbank die Zinsen senken."(APA/dpa)
.... dank der aktuellen EZB Zinsen. :-)
Um nicht alle Kritikpunkte an der US-Wirtschaftspolitik wiederholen zu
müssen, führe ich nur Buffets Bezeichnung einer "Vodooökonomie" an.
Insofern fühle ich mich ganz wohl damit, dieses Treiben in Europa nicht
in gleichem Ausmaß Nachzumachen.
Deutschland ist mit einer kontinuierlichen Bundesbank und einer stabilen
Währung über die Jahrzehnte gesehen sehr gut gefahren. Somit bin ich mit
Duisenberg und dem Antritt von Trichet sehr zufrieden. Weiter so!
Etwas anders sieht es aus, wenn sich Währungen zu schnell gegeneinander
verändern. Über die maximale Geschwindigkeit ließe sich widerum
streiten. Aber zum Glück haben wir ja den Euro und nicht die vielen
Einzelwährungen!
Grüße
Norbert
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| Re: Stiglitz forderte kräftigeZinssenkung [message #174597 ] |
Do, 08 Januar 2004 18:21 |
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On Thu, 08 Jan 2004 18:14:40 +0100, norbert kock wrote:
> Rump R. wrote:
>
>> Stiglitz:
>> "Ich sehe kein akutes Inflationsrisiko, also kann die
>> Notenbank die Zinsen senken."(APA/dpa)
>
> ... dank der aktuellen EZB Zinsen. :-)
> [...]
> Deutschland ist mit einer kontinuierlichen Bundesbank und einer stabilen
> Währung über die Jahrzehnte gesehen sehr gut gefahren. Somit bin ich mit
> Duisenberg und dem Antritt von Trichet sehr zufrieden. Weiter so!
Seit die Wechselkurse dem Markt und nicht den Notenbanken überlassen
sind, geht es doch allen besser (das gilt ja auch in vielen anderen
Bereichen). Die Frage ist, ob eine einzelne Nation überhaupt den
internationalen Devisenmarkt in einer Weise kontrollieren kann, wie es
Rump R. vorschlägt. Ich vermute, dass dies nicht der Fall ist. Der
Dollarverfall ist m.E. eher ein allgemeines Spekulationsphänomen. Und
wieso auch nicht? Man hört ja immer wieder Stimmen, die den Euro bei
1,30... 1,40 (oder wo auch immer) sehen. Fast wie zu NM-Zeiten. [1]
[1]: Ähnliches habe ich auch gestern wieder zum Thema eBay gelesen. Die
Kursziele der Analysten überbieten sich gegenseitig.
--
"It's characteristic of democracy that majority rule is understood as
being effective not only in politics but also in thinking. In thinking,
of course, the majority is always wrong." -- Joseph Campbell
----------+ The Dark experience: de.alt.talk.dunkle-seite +------------
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| Re: Stiglitz forderte kräftige Zinssenkung [message #174598 ] |
Do, 08 Januar 2004 18:43 |
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Joern P. Meier wrote:
> On Thu, 08 Jan 2004 18:14:40 +0100, norbert kock wrote:
> Seit die Wechselkurse dem Markt und nicht den Notenbanken überlassen
> sind, geht es doch allen besser (das gilt ja auch in vielen anderen
> Bereichen). Die Frage ist, ob eine einzelne Nation überhaupt den
> internationalen Devisenmarkt in einer Weise kontrollieren kann, wie es
> Rump R. vorschlägt. Ich vermute, dass dies nicht der Fall ist.
vor einigen Monaten hatte ich hier mal gefragt, was davon zu halten sei,
wenn alle drei relevanten Notenbanken gleichzeitig gegeneinander zu
spekulieren beginnen. Mein Verdacht hierzu, falls es denn soweit kommt,
war und ist, daß ein solches Treiben nach einiger Zeit (Jahre?) schwer
nach hinten losgeht. In jedem Fall wären die Währungen allesamt mit kaum
noch zu kalkulierenden Risiken behaftet. Imho für Unternehmen und
Konsumenten ein ziemlich schlimmes Szenario.
Vielleicht ist es den Amerikanern ja möglich, eine fallweise und
interventionistische Wirtschaftspolitik zu betreiben. Dann wäre es für
sie tatsächlich genau das Richtige. Der EU spreche ich derartige
Fähigkeiten schlicht ab. Und die EZB ist in unserem Ländle eine der
wenigen Institutionen, deren Handeln und Orientierung für mich noch
verläßlich ist. Es möge so bleiben.
Grüße
Norbert
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