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|
Miscellaneous / Verschiedenes » z-netz.forum.versicherung » Freiwillig GKV oder PKV
| Freiwillig GKV oder PKV [message #186119] |
Fr, 07 Januar 2005 22:24 |
|
Halllo NG,
nachdem ich hier einige Threads verfolgt habe, denke ich, dass hier
einige versierte Teilnehmer zu finden sind und auf deren Engagement
hoffe ich.
Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder) nach 24
Versicherungsjahren endlich über die Jahresarbeitsentgeltgrenze für die
GKV gekommen und muss mich nun entscheiden, ob ich freiwillig weiter
gesetzlich versichert bleibe oder zur PKV wechsele. Außer einigen
lästigen Allergien (Staub, Konservierungsstoffe usw.) und einer Brille
(seit 20 Jahren unveränderte Stärken aber hin und wieder (ca. alle 3
Jahre) besorge ich mir schon eine neue) habe ich eigentlich keine mir
bekannte Zipperlein.
Ich ärgere mich über die recht hohen Beiträge in der GKV und die immer
geringer werdenden Leistungen, die ich dafür erhalte. Meine Solidarität
ist jedenfalls diesbezüglich arg strapaziert. Darum habe ich mir in der
nächsten Woche zwei Termine mit Versicherungsmaklern gemacht, die mich
einmal dazu beraten sollen. Beide haben schon signalisiert, dass ich in
der PKV mit günstigeren Beiträgen rechnen könne.
Nun also meine Fragen an die Profis hier:
Mit welchen Fallstricken muss ich ggf. rechnen?
Gibt es versteckte Kostenfallen oder Klauseln, die üblich sind und auf
die ich mich einstellen sollte?
Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
Ich danke Euch schon jetzt für die Unterstützung. Zwar erwarte ich mir
von den eingeladenen Maklern auch eine professionelle Beratung aber
deren Objektivität und Unabhängigkeit darf doch wohl bezweifelt werden.
Hier wird z.T. auf recht hohem Niveau diskutiert so dass ich mir von
diesem Thread wichtige Hinweise verspreche
(entäuscht mich bitte nicht ;-)
Schönste Grüße aus Köln
Andreas
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186120 ] |
Fr, 07 Januar 2005 23:25 |
|
"Andreas" <Ankersoft [at] yahoo.de> schrieb:
> [...]
>
> Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
>
Vergleich der GKV und PKV
in Punkto Rahmenbedingungen und Leistungen:
http://www.krankenkassen-direkt.de/services/vergleich.pl
Gruß, Jost Seidel
Redaktion kkdirekt
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186121 ] |
Fr, 07 Januar 2005 23:28 |
|
|
....sorry für Absender "Netcologne" => Name ist korrigiert ;o)
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186123 ] |
Sa, 08 Januar 2005 00:10 |
|
Andreas:
>Nun also meine Fragen an die Profis hier:
>
>Mit welchen Fallstricken muss ich ggf. rechnen?
>Gibt es versteckte Kostenfallen oder Klauseln, die üblich sind und auf
>die ich mich einstellen sollte?
>Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
Wenn ich das jetzt umfassend beantworten wollte, dann müsste ich ein Buch
schreiben.
In aller Kürze: Wichtig ist, ein Unternehmen auszuwählen, das
wirtschaftlich gut dasteht. Ein Wechsel der Gesellschaft ist schon nach
wenigen Jahren nur noch unter erheblichen fianziellen Einbußen möglich, da
die Altersrückstellungen nicht zur neuen Gesellschaft mitgenommen werden
können. Wie bei einer Ehefrau gilt daher: "Drum prüfe, wer sich ewig
bindet." Fitch-Ratings ist hier ein guter Ansatzpunkt.
Verdeckte Selbstbehalte gibt es nahezu bei jeder Gesellschaft. Es kommt auf
den konkreten Tarif an, man muss sich jeden einzelnen Tarif genau ansehen.
>Ich danke Euch schon jetzt für die Unterstützung. Zwar erwarte ich mir
>von den eingeladenen Maklern auch eine professionelle Beratung aber
>deren Objektivität und Unabhängigkeit darf doch wohl bezweifelt werden.
Die Objektivität von Maklern würde ich nicht unbedingt bezweifeln. Das sagt
sich natürlich leicht, wenn man selber einer ist, das will ich gerne
zugestehen, aber mit Ausnahme von 3 Gesellschaften, mit denen ich nicht
zusammenarbeite ist es mir doch prinzipiell egal, welches Unternehmen am
Ende dabei herauskommt. Wichtig ist, dass der Kunde auch in 10 Jahren noch
zufrieden ist.
>Hier wird z.T. auf recht hohem Niveau diskutiert so dass ich mir von
>diesem Thread wichtige Hinweise verspreche
>(entäuscht mich bitte nicht ;-)
>
>Schönste Grüße aus Köln
Gruß zurück aus St. Augustin
Stephan
--
....
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186137 ] |
Sa, 08 Januar 2005 03:00 |
|
Stephan Bumberger <bumberger [at] web.de> schrieb:
>>Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
>Wenn ich das jetzt umfassend beantworten wollte, dann müsste ich ein Buch
>schreiben.
:-)
>In aller Kürze: Wichtig ist, ein Unternehmen auszuwählen, das
>wirtschaftlich gut dasteht. Ein Wechsel der Gesellschaft ist schon nach
>wenigen Jahren nur noch unter erheblichen fianziellen Einbußen möglich, da
>die Altersrückstellungen nicht zur neuen Gesellschaft mitgenommen werden
>können. Wie bei einer Ehefrau gilt daher: "Drum prüfe, wer sich ewig
>bindet."
ACK.
>Verdeckte Selbstbehalte gibt es nahezu bei jeder Gesellschaft.
Und offene, die sich ggf. auch für Angestellte lohnen können.
>Es kommt auf den konkreten Tarif an, man muss sich jeden einzelnen Tarif
>genau ansehen.
>>Zwar erwarte ich mir von den eingeladenen Maklern auch eine
>>professionelle Beratung aber deren Objektivität und Unabhängigkeit
>>darf doch wohl bezweifelt werden.
>Die Objektivität von Maklern würde ich nicht unbedingt bezweifeln. Das sagt
>sich natürlich leicht, wenn man selber einer ist, das will ich gerne
>zugestehen, aber mit Ausnahme von 3 Gesellschaften, mit denen ich nicht
>zusammenarbeite ist es mir doch prinzipiell egal, welches Unternehmen am
>Ende dabei herauskommt. Wichtig ist, dass der Kunde auch in 10 Jahren noch
>zufrieden ist.
Niemand ist objektiv, auch nicht mit bestem Willen und Wollen. Das
Universum eines Versicherungsmaklers ist (hier) der Bereich PKV. Man
darf von einem guten Antwort eine ehrliche Auswahl eines geeigneten
PKV-Unternehmens und eines passenden Tarifs erwarten, aber nicht, daß er
vehement versucht, den Kunden Richtung GKV zu beeinflussen.
>>Schönste Grüße aus Köln
>Gruß zurück aus St. Augustin
Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Warum nicht?
--
Martin Gerdes
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186138 ] |
Sa, 08 Januar 2005 03:00 |
|
Andreas <Ankersoft [at] yahoo.de> schrieb:
>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder)
Das wird nichts mehr :-(
>nach 24 Versicherungsjahren endlich über die
>Jahresarbeitsentgeltgrenze für die GKV gekommen und muss mich
>nun entscheiden, ob ich freiwillig weiter gesetzlich versichert
>bleibe oder zur PKV wechsele.
Wenn Du "endlich" schreibst, könnte man denken, daß Du darauf gewartet
hättest. Wenn das so ist, warum weißt Du nun nicht, was Du willst?
(Du mußt übrigens zum Wechsel über die Wechselgrenze kommen und nicht
über die KV-Beitragsbemessungsgrenze!)
>Außer einigen lästigen Allergien (Staub, Konservierungsstoffe usw.)
>und einer Brille (seit 20 Jahren unveränderte Stärken aber hin
>und wieder (ca. alle 3 Jahre) besorge ich mir schon eine neue)
>habe ich eigentlich keine mir bekannte Zipperlein.
Auf Allergie reagieren PKV-Unternehmen gern allergisch (sprich: Mit
Aufschlag).
>Ich ärgere mich über die recht hohen Beiträge in der GKV und die immer
>geringer werdenden Leistungen, die ich dafür erhalte. Meine Solidarität
>ist jedenfalls diesbezüglich arg strapaziert. Darum habe ich mir in der
>nächsten Woche zwei Termine mit Versicherungsmaklern gemacht, die mich
>einmal dazu beraten sollen. Beide haben schon signalisiert, dass ich in
>der PKV mit günstigeren Beiträgen rechnen könne.
Nennenswert. Wenn Du zur PKV gehst, solltest Du Dich allerdings
gedanklich mit dem Konzept PKV identifizieren können, das beispielsweise
Deine stärkere Eigenverantwortung umfaßt (oder Deinen dickeren
Geldbeutel). Du solltest Dir insbesondere im klaren darüber sein, daß
der PKV-Beitrag vom zukünftigen Einkommen unabhängig ist. Wenns Dir also
mal wieder gehaltlich schlechter geht, kann es sein, daß Du weiterhin
einen dann recht hohen Beitrag zahlst.
>Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
:-)
Das Internet ist groß und weit und enthält reichlich Info.
Jörg Seidel hat Dir seinen Standard-GKV-Link geschickt; die andere Seite
findest Du unter PKV.de.
>(entäuscht mich bitte nicht ;-)
Nein, nein. Hier ist aber Usenet und nicht Schlaraffenland.
--
Martin Gerdes
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186169 ] |
Sa, 08 Januar 2005 11:08 |
|
>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder) nach 24
>Versicherungsjahren endlich über die Jahresarbeitsentgeltgrenze für die
>GKV gekommen
endlich?
>und muss mich nun entscheiden, ob ich freiwillig weiter
>gesetzlich versichert bleibe oder zur PKV wechsele.
dann hattest du ja genügend zeit, dich zu informieren, nicht wahr?
warum denn erst jetzt die anfrage (auf den letzten drücker)?
du mußt beachten, daß die beiträge um so höher werden, je älter du
bist. ein 30-jähriger hat also einen anderen beitrag als ein
41-jähriger (auch wg. der rückstellungen).
>Außer einigen
>lästigen Allergien (Staub, Konservierungsstoffe usw.) und einer Brille
>(seit 20 Jahren unveränderte Stärken aber hin und wieder (ca. alle 3
>Jahre) besorge ich mir schon eine neue) habe ich eigentlich keine mir
>bekannte Zipperlein.
als vorbeireitung würde ich mir eine folgende aufstellung/auflistung
machen:
- welche operationen und/oder ambulante behandlungen hattest du in den
letzten 10 (!) jahren?
- mit welchen beschwerden bist du denn in den jetzten 5-10 jahren zum
arzt gegangen? zu welchem?
- irgendwelche unfälle?
- wie sieht es mit den zähnen aus? vollständig? wenn nein, wieviel
implantate/kronen/brücken/...?
- laufende behandungen?
- (eben) allergien?
wg. der allergie würde ich schon mal mit einem zuschlag rechnen.
>Ich ärgere mich über die recht hohen Beiträge in der GKV und die immer
>geringer werdenden Leistungen, die ich dafür erhalte.
das ist zwar in der PKV anders, aber auch ärgerlich: die leistungen
sind zwar die gleichen, aber dafür steigen die beiträge und/oder der
selbstbehalt! :-(
>Meine Solidarität
>ist jedenfalls diesbezüglich arg strapaziert.
es geht entweder sozial(=solidarisch) oder witschaftlich, aber nicht
beides gleichzeitig!
>Darum habe ich mir in der
>nächsten Woche zwei Termine mit Versicherungsmaklern gemacht, die mich
>einmal dazu beraten sollen. Beide haben schon signalisiert, dass ich in
>der PKV mit günstigeren Beiträgen rechnen könne.
erstmals ja. frag' ihn (bzw. sie) nach der beitragsentwicklung in den
letzten jahren!
außerdem lies' dir dazu diverse ratings/bewertungen (z.b. finanz-test,
aseekurata,...) durch!
>
>Nun also meine Fragen an die Profis hier:
>
>Mit welchen Fallstricken muss ich ggf. rechnen?
- daß die beiträge mit der zeit steigen.
- daß du evtl. nicht mehr rauskommst.
- daß du evtl. bei familiengründung für jeden einzelnen extra zahlen
mußt.
>Gibt es versteckte Kostenfallen oder Klauseln, die üblich sind und auf
>die ich mich einstellen sollte?
ja: selbstbehalt/beitragsrückerstattung (scharf rechnen!)
bei zahnleistungen oft 20% bzw. 25% zuschuß, den du selbst leisten
mußt (entweder bis zu einer bestimmten grenze, oder umbegrenzt).
>Was spricht generell für und gegen PKV/GKV?
die links wurden beireits genannt. :-)
>Ich danke Euch schon jetzt für die Unterstützung. Zwar erwarte ich mir
>von den eingeladenen Maklern auch eine professionelle Beratung aber
>deren Objektivität und Unabhängigkeit darf doch wohl bezweifelt werden.
eine gute einstellung: etwas mißtrauen ist immer gut. :-)
--
mfg [X] <-- nail here for new monitor
gregor czempik
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186219 ] |
Sa, 08 Januar 2005 14:58 |
|
Hallo NG,
danke für die schnellen und umfassenden Antworten. Ich habe einige Tipps
bekommen und weiß nun einigermaßen, was ich beachten und bewerten muss.
Schöne Grüße
Andreas
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186292 ] |
Sa, 08 Januar 2005 22:20 |
|
Gisbert Sachs:
>Stephan Bumberger schrieb:
>
>>zusammenarbeite ist es mir doch prinzipiell egal, welches Unternehmen am
>>Ende dabei herauskommt. Wichtig ist, dass der Kunde auch in 10 Jahren noch
>>zufrieden ist.
>
>Vom Prinzip her ja, konkret jedoch nicht.
>
>Kaum ein Makler hat die Debeka im Angebot, da diese keine Provision an
>Makler zahlt.
Jeder Debeka-Vertreter freut sich, wenn er ab und zu mal ein Geschäft über
Makler bekommt, das er dann auf seine Agenturnummer buchen darf. Ich bin
meine Anträge bei der Debeka so immer losgeworden. ;-)
>Dabei ist der Laden finanzstark und der größte
>PKV-Anbieter in Deutschland (nach Köpfen und Beitrag, wenn ich mich
>nicht irre).
Die Debeka hat in 2003 die DKV als größten Anbieter überholt, das ist
richtig. Daraufhin hat die DKV die Zürich Krankenversicherung und die
Globale Krankenversicherung gekauft. Seit dieser Transaktion ist die DKV
wieder der größte Anbieter.
>Klaaar, jeder Makler kann da was drehen - freiwillig wird er das jedoch
>nicht machen (wäre auch unökonomisch), schließlich verdient er nur einen
>Bruchteil der üblichen Provision.
Die Debeka ist im Bereich Beihlife-Versicherung eine Gesellschaft, an der
man nicht vorbeikommt. In der Vollkostenversicherung für Selbstständige und
Angestellte ist sie ein guter Anbieter unter mehreren. In dem Bereich gibt
es genügend Tarife, die besser sind als die von der Debeka angebotenen.
Gruß
Stephan
--
....
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186293 ] |
Sa, 08 Januar 2005 22:36 |
|
Martin Gerdes:
>Andreas <Ankersoft [at] yahoo.de> schrieb:
>
>>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder)
>
>Das wird nichts mehr :-(
Wie bitte? BBG KV 2005 monatlich: 3.525,00 EUR
12,9 % angenommener Beitragssatz und 1,95 % Pflegeversicherung für einen
kinderlosen, macht 14,85 % Beitragssatz oder 523,46 EUR Beitrag in der GKV.
Für etwa 350 EUR gibt es sehr gute Tarife von sehr guten Anbietern für
einen 41 jährigen Mann.
Gruß
Stephan
--
....
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186294 ] |
Sa, 08 Januar 2005 23:41 |
|
Stephan Bumberger schrieb:
> Jeder Debeka-Vertreter freut sich, wenn er ab und zu mal ein Geschäft über
> Makler bekommt, das er dann auf seine Agenturnummer buchen darf. Ich bin
> meine Anträge bei der Debeka so immer losgeworden. ;-)
Klar, los wirst du sie immer. Aber willst du das auch?
> Globale Krankenversicherung gekauft. Seit dieser Transaktion ist die DKV
> wieder der größte Anbieter.
....kann sein. Aber das ist m.E. nichts, worauf man stolz sein kann.
Organisches Wachstum ist anspruchsvoller. Hat die DKV ihr teures
Siebelprojekt, welches sie gegen ERGO-Interessen startete, eigentlich
einigermaßen sinnvoll abschließen können?
Was ich damit sagen will: Größe ist nicht immer alles. Auf alle Fälle
nicht bei der DKV.
> Die Debeka ist im Bereich Beihlife-Versicherung eine Gesellschaft, an der
> man nicht vorbeikommt. In der Vollkostenversicherung für Selbstständige und
> Angestellte ist sie ein guter Anbieter unter mehreren. In dem Bereich gibt
> es genügend Tarife, die besser sind als die von der Debeka angebotenen.
Verstehe ich nicht, das musst du erklären.
Wir reden doch über Punkte wie Beitragsstabilität, Finanzstärke etc. Die
bessere Bewertung eines anderen Tarifs mag korrekt sein, ist aber wenig
hilfreich, stellt es doch lediglich eine Momentaufnahme dar.
Gruss, GS
--
GisbertSachs [at] gmx.de
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186295 ] |
So, 09 Januar 2005 00:00 |
|
Gisbert Sachs <GisbertSachs [at] gmx.de> schrieb:
>Martin Gerdes schrieb:
>> Das wird nichts mehr :-(
>Unsinn. Als Mann bekommt er das noch hin - und ich würde auch nicht
>behaupten wollen, dass das Alter als Vater disqualifiziert.
Na ja, aber vor dem Kind kommt die Frau. Erstmal muß man die haben (oder
sie einen), dann entsteht eine gewisse systembedingte Mindest-Wartezeit.
Erst danach kann es Kinder geben.
>Außerdem kann es sich unsere Gesellschaft nicht leisten, wählerisch
>zu sein.
In der Tat.
>Also, Martin, ein wenig mehr Optimismus... :)
Nunja, das Verfahren hätte außerdem ja den Vorteil, daß selbst
vergebliche Mühen allgemein als ersprießlich gelten.
Mal ernsthaft:
Die geplante oder voraussehbare Familienentwicklung spielt bei der
aktuell angefragten Entscheidung eine zentrale Rolle.
Ein dauerhaft einzelversicherter Mann (der von seinem Verdienst her das
Wahlrecht hat, also "Besserverdienender" ist) stellt sich rein
finanziell mit einer PKV besser als mit einer GKV. Zahlt er für eine
nicht berufstätige Ehefrau dazu, dürfte der Aufwand einigermaßen pari
sein, kommt ein Kind dazu, vielleicht einigermaßen auch noch. Spätestens
mit dem zweiten Kind ist die PKV teurer.
>> Auf Allergie reagieren PKV-Unternehmen gern allergisch (sprich: Mit
>> Aufschlag).
>Korrekt. Es ist hier zu überlegen, ob du mit Ausschlüssen leben
>willst/kannst - Aufschläge würde ich nicht hinnehmen.
Ich? Ich muß doch nicht und will auch nicht. Frag den OP.
>Ansonsten würde ich vorschlagen, die Bundestagswahl abzuwarten.
.... und das beim Rot-Grün-Plan wohl zwangsläufige Verfahren vor dem
BVerfG?
>Ja, es besteht ein Kausalzusammenhang zwischen der Wahl und der PKV.
Zugegeben. Allerdings gibts auch noch die verhältsnismäßig kleine, aber
lobbymäßig hoch schlagkräftige Bevölkerungsgruppe der Beamten. Die muß
von der Politik natürlich auch erst noch überwunden werden.
--
Martin Gerdes
|
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|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186296 ] |
So, 09 Januar 2005 00:00 |
|
Stephan Bumberger <bumberger [at] web.de> schrieb:
>>>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder)
>>Das wird nichts mehr :-(
>Wie bitte? BBG KV 2005 monatlich: 3.525,00 EUR
Hoppala, werter Stephan, manchmal sieht man vor lauter Zahlen das Leben
nicht mehr.
Überleg doch einfach mal, was ich gemeint haben könnte.
--
Martin Gerdes
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186306 ] |
So, 09 Januar 2005 00:44 |
|
Gisbert Sachs:
>Stephan Bumberger schrieb:
>
>>Jeder Debeka-Vertreter freut sich, wenn er ab und zu mal ein Geschäft über
>>Makler bekommt, das er dann auf seine Agenturnummer buchen darf. Ich bin
>>meine Anträge bei der Debeka so immer losgeworden. ;-)
>
>Klar, los wirst du sie immer. Aber willst du das auch?
Losgeworden und die Courtage bekommen hätte ich wohl schreiben sollen.
>>Globale Krankenversicherung gekauft. Seit dieser Transaktion ist die DKV
>>wieder der größte Anbieter.
>
>...kann sein. Aber das ist m.E. nichts, worauf man stolz sein kann.
>Organisches Wachstum ist anspruchsvoller. Hat die DKV ihr teures
>Siebelprojekt, welches sie gegen ERGO-Interessen startete, eigentlich
>einigermaßen sinnvoll abschließen können?
Keine Ahnung. Ich kenne dieses Projekt nicht. Ich bin kein besonderer
Freund dieses Unternehmens.
>Was ich damit sagen will: Größe ist nicht immer alles. Auf alle Fälle
>nicht bei der DKV.
ACK. Ich erwähnte das ja auch nur, weil Du schriebst, dass die Debeka der
größte deutsche Krankenversicherer wäre. Dies ist halt nicht der Fall, mehr
wollte ich gar nicht sagen.
>>Die Debeka ist im Bereich Beihlife-Versicherung eine Gesellschaft, an der
>>man nicht vorbeikommt. In der Vollkostenversicherung für Selbstständige und
>>Angestellte ist sie ein guter Anbieter unter mehreren. In dem Bereich gibt
>>es genügend Tarife, die besser sind als die von der Debeka angebotenen.
>
>Verstehe ich nicht, das musst du erklären.
>Wir reden doch über Punkte wie Beitragsstabilität, Finanzstärke etc. Die
>bessere Bewertung eines anderen Tarifs mag korrekt sein, ist aber wenig
>hilfreich, stellt es doch lediglich eine Momentaufnahme dar.
Sicher. Sieh mal hier:
< http://www.fitch-makler.de/files/fitch_studie_pkv_12_2003.pd f> Anhang 1
(Seite 15 des Dokuments). Die interessante Zahl ist die Solvabilität zum
Marktwert. Diese sollte 300 % nicht unterschreiten.
Die Debeka steht mit 592 % sehr gut da, der Deutsche Ring mit 1071 aber
fast doppelt so gut. Münchner Verein hat 593 %, also Debeka Niveau.
Der Bonuscare-Tarif der Münchner Verein kostet inkl. aller Zuschläge, PPV
und 100 EUR KT, 400,71 EUR. Der Tarif sieht eine monatliche Erstattung von
30 EUR in bar auf das Konto des Kunden vor, im Leistungsfall werden 12*30
EUR = 360 EUR als Selbstbehalt gegengerechnet. Das ist also ein hälftig
Arbeitgeberfinanzierter SB.Der Arbeitnehmer zahlt also monatlich max.
200,36 EUR selbst.
Die Debeka verlangt 355 EUR monatlich bei 660 EUR SB. Der maximale
AN-Anteil beträgt also 232,86 EUR.
Das nur mal als Beispiel, es gibt noch andere interessante Tarife von guten
Versicherern, die ebenfalls unter Debeka-Niveau liegen und die sehr
beitragsstabil sind.
Für Nichtraucher hat die Hanse-Merkur (907 % SV) einen Tarif, der max. 174
EUR Arbeitnehmeranteil kostet. Preisfrage: Um wie viel Prozent müssten da
die Beiträge erhöht werden, bevor die Debeka erstmals günstiger wäre?
Gruß
Stephan
--
....
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186307 ] |
So, 09 Januar 2005 01:39 |
|
Martin Gerdes:
>Stephan Bumberger <bumberger [at] web.de> schrieb:
>
>>>>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder)
>
>>>Das wird nichts mehr :-(
>
>>Wie bitte? BBG KV 2005 monatlich: 3.525,00 EUR
>
>Hoppala, werter Stephan, manchmal sieht man vor lauter Zahlen das Leben
>nicht mehr.
Ach so, das meintest Du.
>Überleg doch einfach mal, was ich gemeint haben könnte.
Frau und Kinder, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Ich gebe aus prinzipiellen Gründen nie Wertungen zur Lebensplanung anderer
ab, ausser bei meinen Kindern. Es könnte ja z. B. sein, dass jemand lieber
Männer mag als Frauen. Es könnte auch eine wilde Ehe sein, die seit zig
Jahren mit Begeisterung geführt wird, es könnte viele andere Gründe geben,
dass es so ist, wie es ist. Mir ist das allerdings egal, ich nehme solche
Angaben stets hin, ohne großartig nachzufragen.
Gruß
Stephan
--
....
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186310 ] |
Sa, 08 Januar 2005 21:39 |
|
Stephan Bumberger schrieb:
> zusammenarbeite ist es mir doch prinzipiell egal, welches Unternehmen am
> Ende dabei herauskommt. Wichtig ist, dass der Kunde auch in 10 Jahren noch
> zufrieden ist.
Vom Prinzip her ja, konkret jedoch nicht.
Kaum ein Makler hat die Debeka im Angebot, da diese keine Provision an
Makler zahlt. Dabei ist der Laden finanzstark und der größte
PKV-Anbieter in Deutschland (nach Köpfen und Beitrag, wenn ich mich
nicht irre).
Klaaar, jeder Makler kann da was drehen - freiwillig wird er das jedoch
nicht machen (wäre auch unökonomisch), schließlich verdient er nur einen
Bruchteil der üblichen Provision.
Gruss, GS
--
GisbertSachs [at] gmx.de
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186311 ] |
Sa, 08 Januar 2005 21:42 |
|
Martin Gerdes schrieb:
> Das wird nichts mehr :-(
Unsinn. Als Mann bekommt er das noch hin - und ich würde auch nicht
behaupten wollen, dass das Alter als Vater disqualifiziert. Außerdem
kann es sich unsere Gesellschaft nicht leisten, wählerisch zu sein.
Also, Martin, ein wenig mehr Optimismus... :)
> Auf Allergie reagieren PKV-Unternehmen gern allergisch (sprich: Mit
> Aufschlag).
Korrekt. Es ist hier zu überlegen, ob du mit Ausschlüssen leben
willst/kannst - Aufschläge würde ich nicht hinnehmen.
Ansonsten würde ich vorschlagen, die Bundestagswahl abzuwarten.
Ja, es besteht ein Kausalzusammenhang zwischen der Wahl und der PKV.
Gruss, GS
--
GisbertSachs [at] gmx.de
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186312 ] |
Sa, 08 Januar 2005 21:44 |
|
> außerdem lies' dir dazu diverse ratings/bewertungen (z.b. finanz-test,
> aseekurata,...) durch!
Vergiss Assekurata.
Es sitzt zwar der Papst Farny im Beirat, aber...
Stichwort: Rating HUK Kranken. Glatte Rote Karte (für Assekurata).
Gruss, GS
--
GisbertSachs [at] gmx.de
|
|
|
| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186454 ] |
So, 09 Januar 2005 12:00 |
|
Stephan Bumberger <bumberger [at] web.de> schrieb:
>>>>>Ich bin mit 41 Jahren (unverheiratet, keine Kinder)
>>>>Das wird nichts mehr :-(
>>>Wie bitte?
>>Hoppala, werter Stephan, manchmal sieht man vor lauter Zahlen das Leben
>>nicht mehr.
>Ach so, das meintest Du.
>Frau und Kinder, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
>Ich gebe aus prinzipiellen Gründen nie Wertungen zur Lebensplanung anderer
>ab, ausser bei meinen Kindern. Es könnte ja z. B. sein, dass jemand lieber
>Männer mag als Frauen. Es könnte auch eine wilde Ehe sein, die seit zig
>Jahren mit Begeisterung geführt wird, es könnte viele andere Gründe geben,
>dass es so ist, wie es ist. Mir ist das allerdings egal, ich nehme solche
>Angaben stets hin, ohne großartig nachzufragen.
Eine WERTUNG verlangt von Dir keiner, aber auf die Lebensplanung
eingehen sollte ein guter Makler, und ich möchte mal unterstellen, daß
Du unter diese zählst.
Eine PKV ist -- rein finanziell -- hoch atttraktiv für einen Single (für
Männer noch mehr als für Frauen), aber so manchem Kunden kommt das
Heulen und Zähneklappern, wenn er Frau und drei Kinder zu versorgen hat
(häufiger Fall bei Männern) oder wenn eine Frau beabsichtigt, längere
Zeit zuhause bei ihren Kindern zu bleiben und nicht weiß, wohin mit
ihrer PKV.
Das gilt es schon zu überlegen, wenngleich man ein Leben natürlich nicht
vorplanen kann.
Um das auch gleich zu nennen, ist de finanzielle ein Aspekt, auch ein
wichtiger, aber halt nicht der einzige. Außerdem sieht man den günstigen
Beitrag jetzt und entscheidet danach, was aber in weiter Zukunft
passiert, weiß halt keiner.
Unseren OP sollte man aber schon fragen, wie es mit einer Partnerschaft
aussieht, zumindest ihm zu denken geben, daß eine Partnerschaft die
Eckdaten für eine PKV-Mitgliedschaft nennenswert verändern kann. Was er
dann daraus macht (in jeder Hinsicht) ist seine Sache.
Um auf Deinen obigen Einwand zurückzukommen: Ich halte es für durchaus
möglich, daß gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit den Jahren einer
Ehe rechtlich angenähert werden; ich halte aktuell die Unterhaltspflicht
auf der einen Seite bei Nichtbestehen einer Splittingmöglichkeit für in
der Sache ungerecht. Die Grundgesetzbestimmung "Das GG schützt Ehe und
Familie" ist m.E. widersinnig, weil sie dem Gleichbehandlungsgebot
widerspricht (zumindest in ihrem ersten Teil). Es könnte schon sein, daß
diese Bestimmung in nicht allzuferner Zukunft fällt bzw. modifiziert
wird.
Aber zugegeben: WW und MM-Paare dürften im allgemeinen keine großen
Familienmenschen sein, was die Kalkulation der PKV vereinfacht.
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Martin Gerdes
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| Re: Freiwillig GKV oder PKV [message #186460 ] |
So, 09 Januar 2005 17:48 |
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Gisbert Sachs schrieb:
> Martin Gerdes schrieb:
>
> > Auf Allergie reagieren PKV-Unternehmen gern allergisch (sprich: Mit
> > Aufschlag).
>
> Korrekt. Es ist hier zu überlegen, ob du mit Ausschlüssen leben
> willst/kannst - Aufschläge würde ich nicht hinnehmen.
Bei Aufschlägen kommt es immer auf die Höhe an. Ausschlüsse würde
*ich* nicht hinnehmen.
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